HBW bleibt nach drittem Sieg Zweitliga-Tabellenführer

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Mit 27:22 waren die „Gallier von der Alb“ (im Bild Dadi Runarsson) über Aufsteiger HC Rhein Vikings erfolgreich. Nach einer zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Führung wurde es für die Schwaben in der finalen Spielphase noch einmal eng.  Foto: 

Einen Arbeitssieg verbuchten die „Gallier von der Alb“ über die Rhein Vikings. „Das war nicht einfach“, räumte Runar Sigtryggsson ein, „wir wussten, dass diese Saison nicht einfach wird – und dieses Spiel gehörte definitiv dazu.“

Wie schon in den ersten beiden Begegnungen tat sich der Aufstiegsaspirant in den ersten 30 Minuten schwer, fand keine Lösungen im Angriff und wackelte in der Defensive vor dem richtungsweisenden Doppelpack in Coburg und gegen Dresden bedenklich. „Mit der Abwehr bin ich überhaupt nicht zufrieden“, kritisierte der Balinger Kommandogeber, „das war heute mehr die erste Stunde in der Tanzschule als eine Verteidi-gung. . .“

Doch auch die Offensivabteilung hatte im Positionsangriff gegen die unglaublich offensive 3:2:1-Formation der Westdeutschen große Schwierigkeiten, erarbeitete sich aber zumindest einen knappen Vorteil (4:3/6.). Wie schon in Hagen ließen die Schwaben jedoch zu viele einfache Tore zu. Alexander Oelze egalisierte an alter Wirkungsstätte aus acht Metern – fast ohne Körperkontakt – zum 5:5 (7. Minute) und 6:6 (9.). Oddur Gretarsson stellte den alten Abstand wieder her (7:6/9.). Bitter für den ehemaligen Erstligisten, dass Gregor Thomann in Überzahl an HC-Keeper Vladimir Bozic scheiterte und der Branchenneuling erneut die Chance zum Ausgleich hatte. „Wir haben es dem HBW so schwer wie möglich gemacht“, fand Ceven Klatt.

Der Vikings-Anführer hatte an den richtigen Stellschrauben gedreht – der Aufsteiger machte ein richtig gutes Spiel. Oelze traf und Routinier Daniel Pankofer führte klug Regie, nahm das Tempo raus und spielte solide Bälle. HBW-Kapitän Martin Strobel sorgte schließlich für die erste Zwei-Tore-Führung des Kreisstadt-Klubs (9:7/13.) – wirklich überzeugend war der Auftritt des Aufstiegsaspiranten aber nicht. Die Wikingerhorde verteidigte ebenso intensiv wie effektiv und schloss vorne effizient ab. Auffallend: Konsequent störte Christian Hoße die Kreise von Strobel und brachte die Rheinländer per Siebenmeter erneut in Schlagdistanz (13:11/21.). Nichtsdestotrotz sah Klatt zwingend Gesprächsbedarf, zückte nach 22 Minuten die grüne Karte. Erfolgreich justierte er in einer kritischen Phase nach. Der HBW scheiterte immer wieder im Abschluss – und beim 15:13 mit dem Pausenpfiff war weiter alles offen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine enge Kiste. Der Aufsteiger spielte lange Angriffe, scheiterte aber immer wieder an HBW-Keeper Tomas Mrkva. Lars Friedrich schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe (18:14/38.). Strobel legte den 19. Balinger Treffer nach – und die Phalanx der Vikings schien durchbrochen. Diese fanden keine Lösungen in der Offensive, netzten acht Minuten lang nicht und fielen deutlich zurück: mit 14:20 (40.). Auszeit Klatt. Zunächst ohne Erfolg.

Die Schwaben konservierten den Vorsprung (24:18/50.). Zufrieden war Balingens Coach nicht, konnte der Isländer auch nicht sein. Tempo und Präzision fehlten und vorne ließ der HBW viele Möglichkeiten liegen. Tobias Wagner verwarf aus der Nahdistanz, Friedrich traf das Tor nicht. Der HC betrieb hingegen konsequent Ergebniskosmetik (24:21/54.). Die Partie drohte zu kippen – erst recht nach einer Siebenmeterniete von Gretarsson (55.). Christoph Foth machte mit dem 25:21 (57.) den Deckel drauf. „Wir wissen, dass wir nicht unser bestes Spiel gemacht haben“, ordnete Jona Schoch das 27:22 richtig ein, „aber es war auch kein leichtes Spiel gegen einen unbequemen Gegner.“

Am Wochenende steht für den HBW Balingen-Weilstetten der erste Doppelspieltag an. Am Freitag müssen die „Gallier von der Alb“ zum HSC Coburg, am Sonntag ist dann Elbflorenz Dresden in der Balinger SparkassenArena zu Gast. „Mit dem Doppelspieltag stehen wir jetzt vor einer ganz anderen Aufgabe, die wir stemmen müssen“, erklärt Balingens Geschäftsführer Wolfgang Strobel. „Darauf müssen wir uns jetzt vorbereiten.“

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