Aufsteiger Hagen ärgert favorisierten HBW

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Bundesliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten (im Bild Valentin Spohn) ließ sich auch von den Grün-Gelben aus Hagen nicht aufhalten, siegte bei der Eintracht am Ende ungefährdet mit 32:24.  Foto: 

Zweites Spiel, zweiter Sieg. In Hagen taten sich die Schwaben allerdings sehr schwer, lagen phasenweise mit vier Toren zurück. Nach der Pause sorgte das Team um Kapitän Martin Strobel für die Ergebniswende.

Eine hervorragende erste Halbzeit lieferte Aufsteiger Hagen gegen die favorisierten „Gallier von der Alb“ ab. Und auch die ersten fünf Minuten des zweiten Abschnitts durften die 700 zahlenden Zuschauer dann noch auf eine Sensation hoffen, ehe den Grün-Gelben etwas die Kräfte ausgingen, während die Schwaben ihrerseits immer besser ins Spiel fanden – und sich am Ende etwas zu hoch durchsetzten, wie VfL-Trainer Niels Pfannenschmidt befand.

In den ersten Minuten rieben sich die Eintracht-Fans am Samstag in der Enervie-Arena verwundert die Augen. Zwar war die spielerische Qualität des HBW deutlich zu erkennen, doch präsentierten sich die Hausherren bestens eingestellt, agierten in der Defensive gewohnt aggressiv – und zwangen Balingen-Weilstetten so immer wieder zu gefahrlosen Abschlüssen oder zu technischen Fehlern.

Und fand doch einmal ein Ball gefährlich den Weg auf den Kasten, war häufig der Ex-Stuttgarter Dragan Jerkovic zwischen den Pfosten auf dem Posten, entschärfte etliche scharfe Geschosse mit katzenartigen Reflexen. Auch in der Offensive wussten die Hagener zu überzeugen, entschieden viele Zweikämpfe für sich und zeigten zudem eine richtig starke Spielanlage.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde (7:6) setzte sich Hagen dann erstmals ab: mit 10:7 (20. Minute). „Wir haben in den ersten 30 Minuten sehr diszipliniert gespielt, eine hervorragende Abwehr gestellt. Dann hat es auch eine Mannschaft wie Balingen sehr schwer gegen uns“, analysierte Jan-Lars Gaubatz treffend, nachdem die Westfalen kurzzeitig sogar mit vier Toren vorne lagen (12:8/23.). In der Folge schlichen sich dann allerdings in kürzester Zeit viele Fehler in das Spiel des VfL ein.

Die Folge: Mit einem 3:0-Lauf egalisierte der HBW (13:13/28.), ehe die Eintracht zur Pause noch einmal vorlegen konnte. Mit dem 13:14-Rückstand war der HBW dabei eigentlich noch gut bedient. „Wir müssen uns fast ärgern, dass wir zur Pause nicht höher führen“, bilanzierte Pfannenschmidt.

Nach dem Seitenwechsel legte die Eintracht noch einmal zu einer Zwei-Tore-Führung vor (17:15/ 35.), ehe die Balinger mehr und mehr das Ruder übernahmen und beim 18:17 erstmals in Führung gingen (38. Minute) – und diese bis zum Spielende auch nicht mehr abgaben.

„Ich weiß nicht, ob uns die Kräfte verlassen haben – aber 35 Minuten haben wir ein gutes Spiel gemacht“, betonte Pfannenschmidt, „danach haben wir aber vorne wie hinten keine Zweikämpfe mehr gewonnen. An dieser Stelle merkt man, dass unser Gebilde doch noch nicht so stark ist, noch weiter wachsen muss.“ Die Schwaben brachten hingegen ihr Potenzial auf die Platte, bauten den Vorsprung sukzessive auf 25:19 (47.) aus.

Die Eintracht fand in dieser Phase nicht mehr statt, fiel weiter zurück und unterlag am Ende deutlich. Balingens Coach Runar Sigtryggsson imponierte dennoch der couragierte Auftritt der Gastgeber. „Hagen hat eine sehr gute Abwehr gestellt, es gestandenen Erstliga-Spielern wie Martin Strobel schwer gemacht – überhaupt haben wir uns sehr schwer getan. Und auch beim Rückstand haben sie weiter auf Sieg gespielt und nicht nur versucht, das Ergebnis zu verwalten“, sagte der Isländer.

Die Gründe für die Wende lagen für den 45-Jährigen ebenfalls auf der Hand: „Wir haben nach der Pause weniger Fehler gemacht.“

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