Oberliga: TSG Balingen gastiert beim SSV Reutlingen

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Mit einem 5:2-Erfolg gegen den Karlsruher SC 2 im Rücken reist die TSG Balingen am Freitag nach Reutlingen. Dort kommt es an der Kreuzeiche zu dem prestigeträchtigen Derby zwischen den Eyachstädtern und dem SSV.  Foto: 

Keine 50 Kilometer liegen zwischen den Heimspielstätten der TSG Balingen und des SSV Reutlingen 05. Am Freitagabend (19.30 Uhr, Stadion an der Kreuzeiche) kommt es in Reutlingen zu dem prestigeträchtigen Lokalderby.

Der SSV ist aus Balinger Sicht der am nächsten gelegene Oberliga-Gegner. Zumindest, was die geografische Distanz zwischen den beiden schwäbischen Städten betrifft. Im Selbstverständnis und in der Vereinsphilosophie trennt die beiden württembergischen Vereine derweil einiges. Die TSG versteht sich als Ausbildungsverein, der zumeist auf Eigengewächse aus der Balinger Jugend setzt und bei externen Neuzugängen darauf Wert legt, dass diese aus der Umgebung kommen. Beim SSV Reutlingen finden hingegen auch gerne mal Ex-Profis den Weg in die Mannschaft oder die Sportliche Leitung. In der Tabelle liegen zwei Plätze zwischen Balingen und dem SSV. Die Eyachstädter stehen mit 20 Punkten auf Rang fünf, Reutlingen hingegen findet sich vor dem Oberliga-Derby mit 14 Zählern auf Platz acht wieder.

Für einige Balinger wird der heutige Auftritt in Reutlingen zur Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte etwa für Fabian Fecker. Der 28-Jährige gehörte drei Jahre lang der Reutlinger Jugend an und spielte zudem noch zwei Spielzeiten für die Aktiven, als die Zuschauer an der Kreuzeiche noch Regionalliga-Fußball zu sehen bekamen. 2010 verließ Fecker dann die Nullfünfer und ging zurück zu seinem Heimatklub. Damals kämpfte der SSV gerade gegen die Insolvenz und begann schließlich den Neustart in der Oberliga. „Es ist immer etwas Besonderes, an die Kreuzeiche zurückzukommen“, sagt Fecker. „Ich kenne noch den ein oder anderen im Verein und im Umfeld und da freut man sich natürlich, diese Leute wiederzusehen.“

Noch frischer dürften die Eindrücke bei Daniel Seemann sein, der erst vor der laufenden Saison von Reutlingen in die Eyachstadt wechselte. Er sei dem SSV dankbar für die drei Jahre, in denen er mit Reutlingen unter anderem den WFV-Pokal gewann, sagt Seemann. Am Ende aber überwarf sich der Stürmer, der beim SV Hart einst das Fußballspielen lernte, mit Reutlingens Coach Jochen Class und wollte daraufhin den Verein verlassen. Der SSV sagte ihm den Wunsch zu, wenn sich ein Verein finden ließe, der die Ablöse aufbringen kann. Da schlugen die Balinger zu, sie hatten schon in der Vorsaison bei dem Offensivmann angeklopft gehabt.

Ausschlaggebend für den Wechsel in die Eyachstadt seien einerseits das stets unruhige Umfeld an der Kreuzeiche gewesen, sagt der 25-jährige Stürmer, und andererseits die Entwicklung der TSG. „Fakt ist, dass man in Balingen seit Jahren eine sehr gute Arbeit leistet, das gilt für den Jugend- und den Aktivenbereich“, so Seemann. Damit meint er, „dass Spieler langfristig gehalten werden, es damit so etwas wie einen echten Mannschaftskern und Kontinuität gibt“. Das sei wichtig für eine erfolgreiche Arbeit, erklärt Seemann. Auch die Nullfünfer seien sich dessen bewusst, sagt der 25-Jährige. „Es ist auch in Reutlingen bekannt, dass die TSG eine geile Truppe ist“, so der Ex-SSV-Spieler.

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