Wie entwickelt sich die Kreisumlage?

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Krankenzimmer.  Foto: 

„Warum reden wir im Balinger Gemeinderat nicht über den Standort des künftigen Zentralklinikums?“ Mit dieser Frage hatte SPD-Stadtrat Ulrich Teufel in der Sitzung des Technischen Ausschusses im Balinger Rathaus am Mittwochabend um ein Haar eine Diskussion um Finanzierung und Ort für ein angedachtes Zentralklinikum ausgelöst.

Als er indes auf eine mögliche Erhöhung der Kreisumlage zu sprechen kam, wurde er abrupt von CDU-Ratskollege Dr. Bernhard Rewes ausgebremst. „Sie sprechen über Dinge aus einer nicht öffentlichen Sitzung“, gab dieser zu bedenken.

Nicht nur Sache des Kreistags

Der Fraktionschef der Sozialdemokraten indes beharrte auf seinem Standpunkt. „Dann relativiere ich es eben, Balingen zahlt ein Fünftel Kreisumlage, ich finde das ist ein erheblicher Faktor, der eine solche Diskussion dringend notwendig macht. Die Frage nach einem Standort kann nicht allein Sache des Kreistags sein“, unterstrich  der Sozialdemokrat Teufel.

Zumal, so der Stadtrat weiter, Balingen auch in Sachen Finanzierung gefragt sei. „Vor diesem Hintergrund kann es nicht sein, dass die Standortfrage eine Sache zwischen dem Oberbürgermeister und seinem Albstädter Kollegen ist“, so Ulrich Teufel.

Oberbürgermeister Helmut Reitemann gab zu bedenken, dass der Kreistag zunächst einmal eine Entscheidung für die grüne Wiese treffen müsse. „Wenn es dann darum geht, welchen Standort wir anbieten für einen Neubau, dann reden wir alle selbstverständlich wieder mit.“

Einen möglichen Standort, das Gebiet Firstäcker zwischen Dürrwangen und Laufen, hatten die Verwaltungen aus Balingen und Albstadt bereits ins Gespräch gebracht. „Der Kreistag hat bislang aber keinen Gemeinderatsbeschluss verlangt“, erklärte der Oberbürgermeister weiter.

Ulrich Teufel machte deutlich: „Es wäre mir persönlich am liebsten, wir müssten gar nicht erst über einen Standort diskutieren und würden an unserem Haus in der Tübinger Straße festhalten.“

OB Reitemann versprach, das Thema wieder aufs Tapet zu bringen, sobald der Kreistag das Signal dazu gebe. „Dann können wir selbstverständlich auch immer noch über alternative Standorte sprechen“, schloss er.

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