Werkrealschule droht das Aus

Der Schömberger Werkrealschule droht mittelfristig das Aus. Schon heute ist man auf Schüler aus benachbarten Schulbezirken angewiesen.

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Der 30. März 2013 wird zum Schicksalstag für die Schömberger Werkrealschule. "An diesem Tag müssen wir dem Staatlichen Schulamt melden, aus wie vielen Schülern sich die fünfte Klasse im Schuljahr 2013/14 zusammensetzen wird", erklärte Schulleiter Wolfgang Fiderer am Mittwochabend den Schömberger Gemeinderäten.

Derzeit sei noch nicht abzusehen, ob man über die geforderte Grenze von 16 Fünftklässlern komme. Fiderers Problem: Mit dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung haben letztlich die Eltern das Entscheidungsrecht, auf welche weiterführende Schule ihr Kind geht. Schon in diesem Jahr seien etliche Viertklässler mit Werkrealschulempfehlung inder Realschule angemeldet worden. "Landkreisweit sieht es sogar so aus, dass sieben Prozent der Kinder mit Werkrealschul-Empfehlung von den Eltern aufs Gymnasium geschickt wurden", erklärte der Schömberger Werkrealschul-Rektor.

Fakt ist laut Fiderer: "Sobald das erste Mal keine fünfte Klasse mehr gebildet werden kann, wird von Seiten des Staatlichen Schulamts auch für die darauffolgenden Jahre keine mehr eingerichtet." Sprich, dann würde die Schömberger Werkrealschule Jahr um Jahr um eine Jahrgangsstufe verkleinert und nach der letzten Zehntklässlerprüfung ganz dicht gemacht.

Doch noch ist es ja nicht so weit. Noch besteht dieMöglichkeit, dem landesweiten Trend zu folgen, der da heißt: Gemeinschaftsschule als Standortretter. Allerdings hat der stellvertretende Realschulrektor Andreas Dannecker die Beteiligung an einer Gemeinschaftsschule ausgeschlossen. Und das nicht ohne Grund, wie Danneckers Ausführungen im Gemeinderat zeigten. Schließlich stellt sich bei ihm die Situation genau andersherum dar. Die Realschule kann sich derzeit kaum noch vor Schülern retten. Für dieses Schuljahr gab es 59 Anmeldungen für die fünfte Klasse. Damit ist die Realschule in dieser Jahrgangsstufe dreizügig.

Das Beispiel Schörzingen zeigt exemplarisch, warum das so ist. Von den 19 Viertklässlern des vergangen Schuljahres wechselten 14 auf die Realschule. Dabei hatten lediglich sieben Schüler diese Empfehlung erhalten. Neun Schüler waren aufs Gymnasium empfohlen, doch sechs davon wurden von den Eltern auf die Realschule geschickt, weil sie das Tempo von G 8 scheuen.

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