Wenn die Stadtmitte zum Labyrinth wird

|
Da ist kein Durchkommen mehr: Wo man auch derzeit in der Balinger Innenstadt hinfährt, überall trifft man auf solche Baustellensperrungen. Das soll jedoch bald ein Ende haben.  Foto: 

Kein Durchkommen mehr – fast so könnte man die Lage in der Innenstadt von Balingen derzeit beschreiben. Vom Viehmarktplatz in Richtung Bahnhof zu kommen, scheint schier unmöglich. Folgt man der Umleitungsbeschilderung, fährt man im Kreis. Lediglich Ortskundige wissen, wie man die Innenstadt über die Behrstraße oder an der Stadthalle vorbei weiträumig umfahren kann, um in die Nordhälfte der Stadtmitte zu gelangen.

Das ärgert viele. Auch den Handels- und Gewerbeverein (HGV): „Die nun seit Wochen anhaltende Baustellensituation ist für unsere Kunden, unsere Lieferanten als auch für uns Händler selbst nicht befriedigend. Baumaßnahmen sind sicherlich wichtig, um die Attraktivität unserer Innenstadt auch in Zukunft zu sichern. Jedoch hat die momentane Anhäufung die Grenze des Zumutbaren erreicht“, schreibt Vorsitzender Bernd Flohr den Mitgliedern.

Ruft man den persönlichen Referenten des Oberbürgermeisters Jürgen Luppold an, ist auch bei ihm im Hintergrund lauter Baustellenlärm zu vernehmen. „Wie Sie hören können, hat man schon gewisse Einschränkungen“, räumt Luppold ein. Auch er könne manchmal das Fenster nicht geöffnet lassen. „Was bei den sommerlichen Temperaturen nicht angenehm ist“, sagt er und lacht.

Doch das Innenstadt-Labyrinth soll bald – zumindest teilweise – ein Ende haben, verspricht der Referent des Oberbürgermeisters. Bis Ende dieser Woche soll der Marktplatz bis zum Gasthaus Paulaner wieder begehbar sein. Der gesamte Kirchplatz soll bis Ende Oktober fertig gestellt sein. Der Ausbau des Platzes muss bis zum Reformationsjubiläum beendet sein. Das sei so mit den Verantwortlichen der Kirche abgesprochen.

Die Baustelle in der Adlerstraße wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 geschlossen. Auch wird die Sperrung der Färberstraße aus Richtung Arbeitsamt wieder aufgehoben, so dass der Verkehr wieder rechts in die Neue Straße abfließen kann. Hingegen bleibt die Neue Straße von der Ecke Herrenmühlenstraße bis zum Rathaus noch bis Mitte September gesperrt.

„Die Baustellen waren auch in der Besprechung der Amtsleiter am Montag Thema“, verrät Luppold. Oberbürgermeister Helmut Reitemann habe darum gebeten, noch weitere Kennzeichnungen anzubringen. „Wir haben das Problem also erkannt.“

Der HGV wird Anfang nächster Woche auf den Stadteingangstafeln einen Hinweis mit der Bitte um Verständnis für die momentane Baustellen-Situation anbringen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Hechinger Landesmuseum ist wieder leitungslos

Im Juli hat sie begonnen, jetzt ist sie schon wieder weg: Sonja Schuler, die neue Chefin des Hohenzollerischen Landesmuseums in Hechingen, wollte nicht mehr. weiter lesen