Wege des Älterwerdens

Das katholische Gemeindehaus stand jetzt im Zeichen der "Wege des Älterwerdens in Balingen". Verschiedenste Angebote und Informationsmöglichkeiten trugen zu einem intensiven Austausch bei.

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Das Generationennetz, das evangelische Bildungswerk, die katholische Erwachsenenbildung und die Volkshochschule fanden am Samstag zusammen, um eine umfangreiche Veranstaltung zu Initiativen, Organisationen, Aktionen und Unterhaltung zu realisieren - mit durchschlagendem Erfolg. "Die Veranstaltung heute ist ein großer Erfolg, wir haben volles Haus, das Interesse ist riesig", sagte Ottmar Erath, Leiter der Volkshochschule.

Mit dazu trug sicherlich bei, dass der Infotag "Wege des Älterwerdens" eine Plattform zum Austausch zwischen den über die Stadt verteilten Initiativen zur Arbeit mit Senioren bot. Am Vormittag präsentierten sich das Generationennetz, das Stadtteilcafé Schmiden, die Nachbarschaftsinitiative Neige, der Bürgerkontakt Balingen, "Mobile" aus Frommern, "60+-" aus Weilstetten und "Jong & Alt - Zemme-halt" aus Ostdorf mit ihren Ideen und Erfahrungen.

"Wichtig war uns in diesem Jahr, zu zeigen, welche zahlreichen Möglichkeiten es für Senioren schon in unserer Stadt gibt", sagte Ursula Grau von der katholischen Erwachsenenbildung. In den vergangenen Jahren habe es schon Vorträge und kleinere Programme gegeben, dieses Jahr sollte ein neues, größeres Format ausprobiert werden. Auf dem "Markt der Möglichkeiten" hatten neben den Stadtteil- und Quartiersinitiativen auch gemeinnützige Organisationen, Institutionen und Einrichtungen, die etwas mit Senioren zu tun haben, Informationsstände. So stellten sich unter anderem die Arbeiterwohlfahrt, das DRK, die diakonische Bezirksstelle Balingen oder "Essen und mehr" der evangelischen Stadtkirchengemeinde vor. Das Deutsche Rote Kreuz präsentierte zudem sein Notrufsystem, am Nachmittag fanden Informationsvorträge statt.

Für Unterhaltung zur Abrundung des Informationstages sorgte ein Programm "für und mit Senioren". Der Oldiechor sang, die Band des Generationennetzes und der Spielkreis des Musikvereins Frommern spielten. Das Catering übernahm die Schülergenossenschaft "Krimskrams" aus Frommern. Mit Norbert Schneider wurden Lieder und Schlager aus den 1950er- und 1960er-Jahren gesungen.

Zeitzeugenberichte aus dieser Zeit waren bei einem ganz besonderen, generationenübergreifenden Projekt der Volkshochschule und des Generationennetzes gefragt. Unter der Leitung des Medienpädagogen Daniel Stumfol interviewten Jugendliche Kinder der 1950er- und 1960er-Jahre. "Vor den Sommerferien hat die Vorbereitung für das Projekt begonnen, die Jugendlichen haben in einem Workshop die Grundlagen des Interviewens, Filmens und Schneidens gelernt", erzählte Stumfol. In der eigentlichen Projektphase sollten die Jugendlichen die Arbeit im Großen und Ganzen selbstständig ausführen und nach ihren Vorstellungen gestalten.

Der Film wird am Freitag, 20. November, 19 Uhr, im katholischen Gemeindehaus gezeigt. Das Ziel des Projekts, Jugendliche und ältere Menschen in einen Dialog zu bringen, förderte auch interessante Anekdoten zu Tage, wie die Hoffnung eines 1955 geborenen Interviewten. In seiner Kindheit hoffte er auf eine baldige Umstellung auf das Farbfernsehen - in der heutigen Zeit von Smartphones und Internet eine unglaubliche Vorstellung.

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