Thomann kämpft weiter für Vesel Fuga

Vesel Fuga hat seinen Ablehnungsbescheid erhalten. Die Ausländerbehörde verfügt die Ausweisung zum 15. Januar. Doch Fugas Chef gibt nicht auf.

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Der 38-jährige Ko-sovo-Albaner Vesel Fuga, der seit einem Jahr beim Bitzer Garten- und Landschaftsbaubetrieb Thomann arbeitet und für seinen Chef Jochen Thomann in dieser Zeit aufgrund seiner Leistungen zu einem "unverzichtbaren Mitarbeiter" geworden ist, hatte im September einen Antrag auf Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis gestellt (wir berichteten). In einem siebenseitigen Bescheid begründet die Albstädter Ausländerbehörde, die diesen Schritt bereits Anfang vergangener Woche angekündigt hat, nun schriftlich, warum Vesel Fuga nicht in Deutschland bleiben darf: Es lägen "keine Gesichtspunkte vor, welche eine Abweichung von der gesetzlichen Regel rechtfertigen würden". Fuga lebe von seiner deutschen Ehefrau getrennt, heißt es in dem Bescheid, und es sei zweifelhaft, ob zwischen ihm und seiner Frau überhaupt eine "eheliche Lebensgemeinschaft" bestanden habe.

Auch die Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung über die Berufsgruppe, zu der Fuga gehöre - er ist Maurer -, sei nicht möglich. Das bedeutet: Sollte Vesel Fuga Deutschland nicht spätestens am 15. Januar 2013 verlassen haben, droht ihm die "kostenpflichtige Abschiebung" in den Kosovo.

"Wir geben noch nicht auf", sagt Fugas Chef Jochen Thomann. In den vergangenen Wochen hat er alle Hebel in Bewegung gesetzt, um seinen Mitarbeiter zu behalten. Er hat dabei viel Unterstützung erfahren. Unter anderem auch von der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag, Edith Sitzmann, die sich inzwischen in der Angelegenheit mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Martin Haller in Verbindung gesetzt hat und Vesel Fuga eine Möglichkeit aufzeigt, sich gegen die Entscheidung der Ausländerbehörde zur Wehr zu setzen.

"Wir werden eine Petition im Landtag einreichen", erklärt Jochen Thomann. Er will alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Ausweisung doch noch zu verhindern.

An den Petitionsausschuss kann sich jeder wenden, der sich durch eine Landesbehörde ungerecht behandelt fühlt. Vesel Fuga und sein Chef haben die notwendigen Unterlagen zusammengestellt. "Auch wenn es schwierig werden wird", sagt Jochen Thomann, "einen Versuch ist es auf jeden Fall wert".

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