Regierungspräsidium hat Bedenken bei neuem Edeka-Markt

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Aus dem Real Food-Markt in der Langen Straße 37 soll ein Neukauf werden. Auf wie viel Quadratmetern hier in Zukunft Lebensmittel verkauft werden, ist noch offen.  Foto: 

Man stehe kurz vor Baubeginn – das ließen die Chefs von Edeka noch im Juni verlauten. Doch nun muss der große Neukauf auf der Fläche des jetzigen Real-Markts im Gewerbegebiet Gehrn erst einmal warten. Der Grund: Die Verantwortlichen des Regierungspräsidiums Tübingen haben bezüglich der Baugenehmigung fachliche Bedenken geäußert. „Jetzt laufen im Hintergrund Gespräche zur Feinjustierung“, sagt Balingens Baudezernent Michael Wagner. Uneinigkeit herrscht über die Größe der Fläche, auf der hier zukünftig Lebensmittel verkauft werden sollen.

Edeka möchte in einem Neubau auf 2200 Quadratmetern Lebensmittel anbieten. Der Bebauungsplan lässt jedoch nur eine Verkaufsfläche von 2000 Quadratmetern an innenstadtrelevanten Waren zu. Diese ist unterteilt in 1500 Quadratmeter für Lebensmittel und 500 Quadratmeter für Kleidung, denn früher befand sich in dem Gebäude auch „Violas Modewelt“.

„Aus Sicht der Stadt wäre eine reine Ansiedlung von Lebensmitteln absolut wünschenswert“, sagt Wagner. Denn ein 500 Quadratmeter großes Bekleidungsgeschäft könnte negative Folgen für die Händler in der Innenstadt haben. „Das ist das kleinere Übel“, so Wagner. Real verkaufe hier auch jetzt schon auf 2080 Quadratmetern Lebensmittel und liege daher bereits knapp über dem Bebauungsplan. Die Stadt könnte mit einer Überschreitung, auch um zehn Prozent, wie es jetzt Edeka plant, gut leben, so der Baudezernent.

Allerdings ist das Regierungspräsidium hier strenger. Die Verantwortlichen wollten diese Zugeständnisse nicht machen. Die Entscheidung liegt letztlich bei der Stadt. Diese möchte jedoch alle rechtlichen Belange berücksichtigen. Wagner ist zuversichtlich, dass bald eine Einigung gefunden wird und bis Mitte Oktober alles unter Dach und Fach ist.

Edeka plant, das Gebäude in der Lange Straße 37, das dem Unternehmen seit einigen Jahren gehört, im dritten Quartal 2018 abzureißen. Der jetzige Mieter Real muss raus. Bis zum Spätsommer 2019 soll an dem Platz ein Neukauf entstehen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße möchte Real dann zukünftig Lebensmittel verkaufen. Momentan sind hier Juristen dabei, die Möglichkeiten für einen Neubau auszuloten. Aktuell scheint nur bei einem Umbau der Verkauf von Lebensmitteln Bestandsschutz zu haben.

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