Radweg-Freigabe im Schneetreiben und bei Eiseskälte

Der Radweg zwischen Nusplingen und Bärenthal wurde am Fretag freigegeben - bei sibirischem Schneetreiben und klirrender Kälte.

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Im Schneetreiben mit dabei: Staatssekretärin Gisela Splett (3. v. r.), Landrat Günther-Martin Pauli (2. v. r.) und sein Tuttlinger Kollege Stefan Bär (3. v. l.) sowie Landtagsabgeordneter Hans-Martin Haller (Mitte). Foto: Volker Schweizer

Nein, es war kein Aprilscher, wie der Landrat vermutet hatte. Doch dank der Intervention von Günther-Martin Pauli mussten die Gäste nicht übermäßig lange im Freien aushalten. Den eigentlichen Festakt verlegte man kurzerhand ins Trockene und Warme. Dort war ursprünglich der Abschluss mit Häppchen und Glühwein geplant.

Weil sie die Schranke, die nach dem offiziellen Teil von der Prominenz weggetragen werden sollte, vergessen hatten, kam den Vertretern des Regierungspräsidiums Tübingen die Programmänderung wohl gerade recht. Einige Nusplinger nahmen die Kuriositäten gelassen: "Das gibt Stoff für die Fasnet."

Im trockenen Bauhof betonte Staatssekretärin Gisela Splett aus dem baden-württembergischen Verkehrsministerium, dass der Radweg die insbesondere von Touristen stark genutzte Verbindung zwischen Nusplingen und Bärenthal verbessere. Es handle sich um einen Lückenschluss, der in den Radwegkonzeptionen der Landkreise Tuttlingen und Zollernalb als vordringlich eingestuft worden sei.

Keine Antwort gab sie auf die Frage, ob die "sehr gut nachvollziehbare Fortführung" in Richtung Egesheim kommt. Ihr war nur zu entlocken, dass die Landesregierung den Radverkehr aufwerten wolle, nicht nur in der Freizeit, sondern auch als Verkehrsmittel: "Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs landesweit gemessen an der Zahl der zurückgelegten Wege auf 20 Prozent zu steigern." Für das Jahr 2013 stelle das Land Baden-Württemberg für den "Bau von Radwegen im Zuge von Landesstraßen" fünf Millionen Euro bereit, für den Bau von kommunalen Radwegen zehn Millionen Euro und 15 Millionen Euro im Jahr 2014.

Ihr Wunsch für eine "allzeit gute Fahrt" war wohl vordergründig an den SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Martin Haller und seine Mitradler gerichtet. Sie hatten sich trotz der angekündigten Schneewalze auf dem Sattel vom Nusplinger Rathaus zum Treffpunkt aufgemacht.

Der neue Radweg mache das Radfahren von der Schwäbischen Alb ins Donautal attraktiver und sicherer, gerade für Familien mit Kindern, betonte Landrat Günther-Martin Pauli. Gleichzeitig sei auch die Zufahrt von der Landesstraße zum Pumpwerk Hammer verbessert worden. Die Gesamtkosten bezifferte er auf rund 630 000 Euro. "Zum größten Teil wurden sie vom Land getragen", informierte er.

Sein Tuttlinger Kollege Stefan Bär freute sich über das "vorgezogene Weihnachtsgeschenk". Er verheimlichte nicht, dass die Umsetzung lang und hügelig war. Heute seien aber alle froh über die "wichtige Verbindung zwischen dem Hohenzollernweg und dem Donautal." Die Fortführung über die Landesstraße 433 nach Egesheim dürfe deshalb aber nicht in Vergessenheit geraten. Egesheim vertraue auf die Zusagen, die im Laufe des Planungsprozesses gemacht worden seien.

"Wir sollten dieses Vertrauen nicht enttäuschen", lautete der Appell des Tuttlinger Landrats. "Ein klares Bekenntnis zur Fortführung wäre dann ein wirkliches Weihnachtsgeschenk."

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