Meßstetten ist für Polizeischule wohl aus dem Rennen

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Ob sich der Schlagbaum am Kasernentor der Zollernalbkaserne im Frühjahr für Polizeischüler öffnet? Lange dürfte die Entscheidung des Innenministeriums über einen weiteren Standort nicht mehr auf sich warten lassen. Noch für dieses Jahr ist sie angekündigt.  Foto: 

Innenminister Thomas Strobl hat sich offenbar entschieden – gegen den Standort in Meßstetten. Gestärkt werden soll hingegen der zentrale Studienstandort in Villingen-Schwenningen. Zum Zuge kommen wird auch Wertheim. Um Kapazität für die Ausbildung weiterer Polizisten zu schaffen, wird die ehemalige Polizeiakademie in der Stadt im Main-Tauber-Kreis reaktiviert.

Das ist keine große Überraschung. Die Pressestelle des Innenministeriums hat bereits am 14. November mitgeteilt, Wertheim und auch Herrenberg würden in jedem Fall Standorte für weitere Bildungseinrichtungen der Polizei. Zu jenem Zeitpunkt wurde der Meßstetter Bürgermeister Frank Schroft noch vertröstet. Die zuständigen Ämter würden noch prüfen, eine Entscheidung sei bis Ende des Jahres zu erwarten.

Die Würfel scheinen gefallen. Minister Strobl jedenfalls hat die beiden Fraktionschefs von Grünen und CDU, Andreas Schwarz und Wolfgang Reinhart, schriftlich über seine Entscheidung informiert.

Damit haben sich in Meßstetten alle Hoffnungen zerschlagen auf eine rasche Nachnutzung für das Ende des Jahres frei werdende Gelände durch Landesbehörden. Bürgermeister Frank Schroft hatte viele Hebel in Bewegung gesetzt, um die Polizeischule nach Meßstetten zu holen. Er holte die Abgeordneten und den Landrat mit ins Boot, um bei den zuständigen Stellen in den Ministerien und auf politischer Schiene für Meßstetten zu werben.

Er erinnerte das Land auch an die Zusage, die Stadt auf dem Großen Heuberg beim schwierigen Konversionsprozess zu unterstützen, nachdem Meßstetten den Kraftakt, über die LEA Anlaufstelle auf Zeit für Tausende von Flüchtlingen zu sein, mit Bravour gestemmt hat.

Als jedoch Mitte November bekannt wurde, dass Wertheim als Standort bereits gesetzt ist, wuchsen beim Meßstetter Rathauschef die Befürchtungen, dass seine Stadt zwischen Villingen-Schwenningen und Wertheim zerrieben werden könnte. Nun haben sich seine Zweifel bestätigt. Schroft hat sich Ende November nochmals an Minister Strobl gewandt und auch Antwort erhalten. Im Schreiben wurde aber lediglich bestätigt, dass die Zollernalbkaserne in der Prüfphase als eine mögliche Option untersucht werde.

Die offizielle Bestätigung zu Strobls Entscheidung steht noch aus.

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