Kunstsommer eröffnet

Der Kunstsommer bietet jedes Jahr verschiedene Ausstellungen in der Stadt Balingen. Die Saison eröffnete der Künstler Wolf Nkole Helzle.

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"Fotografische Verdichtungen-Menschen und Landschaften", so heißt der Titel der Ausstellung des Künstlers Wolf Nkole Helzle, die seit Mittwochabend in der Zehntscheuer zu sehen ist.

Die Vernissage zur Eröffnung bot gleichzeitig die Grundlage für den Beginn des Kunstsommers 2016, der jedes Jahr ein Vergnügen für die Besucher der Stadt Balingen darstellt, erklärte Oberbürgermeister Helmut Reitemann in seiner Begrüßungsrede. Er spricht von einem "Dreiklang", den drei Ausstellungen, die den Kunstsommer bilden. Dazu gehören neben Helzle die kommenden Ausstellungen der Künstlers Ernst Ludwig Kirchner in der Stadthalle und Markus Lüpertz in der Rathausgalerie.

Kuratorin Heidrun Bucher-Schlichtenberger führte die Gäste in die Welt des Künstlers ein. Bei seinen Werken würde man erst auf den zweiten Blick erkennen, dass es sich nicht um ein Gemälde handle, erklärte sie. Die Bilder wirken wie zarte Aquarells, sind aber doch Fotografien.

Wolf Nkole Helzle, der auf der schwäbischen Alb wohnt und auch seine persönliche Anbindungen zu Balingen hat, ist ein Social Media Künstler. Tausende von Motiven habe er bei seinen Wanderungen, unter anderem auf der Alb, fotografiert und mit einer Software übereinandergelegt. Dabei steht für Helzle der Entstehungsprozess im Vordergrund, weniger das Endprodukt, gleichzusetzen mit dem Zitat "Der Weg ist das Ziel". Das Vorgehen erinnert an jenes von großen Impressionisten und schafft eine Landschaft parallel zur Natur, die es dem Betrachter ermöglicht, in das Bild einzutauchen. Raum und Zeit spielen hier keine Rolle, nur Stille und Erholung sind von Bedeutung.

Neben Naturbildern fertigt der Künstler auch Stadtszenen und Porträts an. Die Portraits haben für Helzle eine ganz besondere Bedeutung, sie bringen die Toleranz und gegenseitige Akzeptanz der Menschen zum Ausdruck. Bei seinem sehr bekannten Werk "Homo universalis" vereint er 20 000 Menschen in einem Gesicht und verleiht ihnen eine neue Identität. Er schafft somit eine "multikulturelle Matrix".

Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgten Marc Malsam und Lukas Speidel an ihren Marimbaphones. Die Ausstellung wird voraussichtlich bis zum 3. Oktober in der Zehntscheuer zu besichtigen sein.

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