Der September bringt ersten Reif

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Herbstlaub lockte die Spaziergänger hinaus in die Natur.  Foto: 

Mit einem im Witterungsverlauf schon mehr herbstlichen als spätsommerlichen September ging der Sommer in den kalendarischen Herbst über. Der Monat war gegenüber seinem Durchschnittswert im Zollernalbkreis um rund ein halbes Grad zu kalt, es fehlte an Sonnenschein, und der September war auch viel zu trocken.

Der September brachte es auf eine Durchschnittstemperatur von 12,7 Grad, nur 43,7 Liter Niederschlag und auch auf nur 131,8 Stunden Sonnenschein. Zur Erinnerung: Im Jahr 2016  gab es mit einer Mitteltemperatur von 16,9 Grad den wärmsten September seit Beginn der Aufzeichnungen an der Station im Jahr 1979. In diesem Jahr gab es nicht einen einzigen Tag, an dem die Temperatur mindestens auf 25 anstieg.

Der September 2017 startete regnerisch und herbstlich kühl. Doch am 5. des Monats wurde die höchste Temperatur im September mit 24,5 Grad registriert. Das war es dann aber schon in Richtung Spätsommer, denn in den Tagen danach regnete es wieder vermehrt und die Tageshöchsttemperaturen blieben unter 20 Grad.

Das zweite Monatsdrittel begann unter dem Einfluss des Tiefdruckgebietes „Sebastian“.  Dieser Tiefdruckwirbel brachte teils stürmischen Wind aus Südwest. Vier Tage blies kräftig der Wind – mit der Windstärke 8 (62 bis 74 Stundenkilometer) gar am 13. des Monats. Danach ließ der Wind zwar wieder nach, doch die Tage waren mehr trüb als sonnig. Gerade mal 29 Stunden Sonnenschein kamen vom 10. bis zum 20. September zusammen. Am 17. ging die Temperatur nahe an die Bodenfrostgrenze. 2,4 Grad zeigte das Bodenthermometer noch an – an Grasspitzen waren erste Reifansätze zu erkennen. An diesem Tag ging zum Beispiel in Lautlingen ein Graupelschauer nieder und zeigte, dass eine andere Jahreszeit begonnen hat.

Einen Tag vor dem kalendarischen Herbstanfang – in diesem Jahr am 22. September – wurde die niedrigsten Temperaturen im ganzen Monat registriert. Am Boden wiederum nur 2,4 Grad Celsius – in der Luft (in zwei Metern Höhe) nur 2,6 Grad Celsius. Dieser Tag war aber auch gleichzeitig der sonnigste Tag des Monats – 11,0 Stunden Sonnenschein zeigte der Sensor an.

Der Tag des Herbstanfanges selbst war ebenfalls recht sonnig und mit 22,2 Grad relativ mild. Bei einem Spaziergang konnte man sich an diesem Tag schon an den Farben des Herbstlaubes erfreuen.

Das letzte Monatsdrittel des Septembers war im gesamten betrachtet wettermäßig die schönste Zeit. Die Sonne schien nun vermehrt, nachts war es kalt und morgens nässte dicker Tau den Boden, doch tagsüber wurde es meist angenehm warm – nochmals 24,2 Grad am Monatsletzten. Solches Wetter nennt der Volksmund „Altweibersommer“.

Noch ein paar weitere Zahlen für die Statistik: Die Monatsdurchschnittstemperatur des Septembers 2017 betrug plus 12,7 Grad. Vergangenes Jahr waren es plus 16,9 Grad, und im Durchschnitt der Vergleichsperiode 1980 bis 2010 war es plus 13,3 Grad warm/kalt.

Noch kein Frosttag

Einen Frosttag gab es noch nicht im diesjährigen September,  auch  Bodenfrost nicht – andererseits gab es auch keinen Sommertag mehr. Regentage, mit einem oder mehr als einem Liter pro Quadratmeter wurden zehn gezählt, trotzdem kamen in der Summe nur 43,7 Liter pro Quadratmeter zusammen. Nebel wurde an der Stationshöhe nur an einem Tag registriert. Gewindet mit mindestens der Stärke 6 (39 und mehr Stundenkilometer) hat es aber an fünf Tagen. Gewitter gab es im September keine mehr.

Die Sonne schien an der Beobachtungsstation in diesem Jahr 131,8 Stunden, im Jahr 2016 waren es 213,4 Stunden und seit 1991 bis einschließlich 2010 wurden durchschnittlich im September 165,7 Sonnenscheinstunden registriert.

Info Alle angeführten Werte wurden in Balingen-Heselwangen, 573 Meter über dem Meer registriert.

Grad wurden am 21. September, einen Tag vor dem kalendarischen Herbstanfang, gemessen. Dieser Tag war aber auch gleichzeitig der sonnigste Tag des Monats.

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