Das Polizeipräsidium Tuttlingen wird aufgelöst

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Polizeibeamte vor dem Revier in Balingen: Sie nehmen ab 2020 wieder Verkehrsunfälle auf.  Foto: 

Die Polizeireviere in Albstadt, Balingen und Hechingen werden zukünftig dem Polizeipräsidium Reutlingen zugeordnet. Landesweit soll es dann 13 Polizeipräsidien geben – eines mehr als bislang. Das Polizeipräsidium Tuttlingen – zu dem die Dienststellen im Zollernalbkreis gegenwärtig gehören – wird aufgelöst und nach Konstanz verlagert. Diesem Kompromissvorschlag stimmten die grün-schwarzen Regierungsfraktionen am Dienstag zu.

Man habe sich nach langen Diskussionen und Abwägungen auf das sogenannte 13er-Modell geeinigt, teilte die Landtagsabgeordnete Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Dienstagabend mit. „Der Zollernalbkreis pflegt zu Reutlingen bereits in anderen Bereichen intensive Beziehungen“, schreibt Hoffmeister-Kraut. Die Region Neckar-Alb erfahre durch die neue Zuordnung der drei Polizeireviere zum Polizeipräsidium Reutlingen eine wichtige Stärkung.

Richten sich die Verantwortlichen nach der Empfehlung der Expertenkommission, nehmen zudem künftig wieder die Beamten der örtlichen Polizeireviere Verkehrsunfälle auf. Alle größeren Unfälle werden im Moment von der Verkehrspolizeidirektion in Zimmern ob Rottweil bearbeitet, die mit Einführung der neuen Polizeistruktur gegründet worden war. In ländlichen Regionen wie dem Zollernalbkreis hagelte es insbesondere deswegen vielfach Kritik – von Bürgern und Polizeibeamten gleichermaßen.

Die häufig lange Anfahrt der Beamten stieß sauer auf, vielfach fühlten sich Beamte vor Ort noch dazu in ihren Kompetenzen beschnitten.

Ab 1. Januar 2020 soll die Reform der Reform umgesetzt werden. Möglich, dass dann noch einmal daran gerüttelt wird: Experten hatten 14 Präsidien vorgeschlagen; CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart kündigte an, genau dies prüfen zu wollen. Geht es nach Reinhart, soll Tuttlingen für den Wegfall des Präsidiums eine Kompensation erhalten.

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