Bürgerinitiative: Tunnel nicht umsetzbar? Von wegen!

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Alfred (links) und Helmut Müller betonen, dass der von ihnen ausgearbeitete Plan eine realisierbare Variante beinhalte.  Foto: 

Ziemlich ungehalten sind die Mitglieder der Bürgerinitiative Lautlingen (BI) über die Aussage von Lautlingens Ortsvorsteherin Juliane Gärtner. Die hatte jüngst gesagt, dass das Regierungspräsidium nach genauer Prüfung die vorgeschlagene Tunnelvariante für nicht realisierbar halte.

„Diese Aussage ist nicht nur komplett missverständlich“, ärgert sich Günther Kirschbaum, „sie ist so schlichtweg falsch“. Die drei Vertreter der Bürgerinitiative, Günther Kirschbaum sowie Alfred und Helmut Müller, stellen ihre Sicht der Dinge klar: Danach sei es keineswegs so, dass die Tunnelvariante generell nicht realisierbar sei. Selbstverständlich sei, so betont vor allem Alfred Müller, der sich als Ingenieur auch fachlich massiv für die von der BI favorisierte Tunnelvariante einsetzt, dass die Möglichkeit eines Tunnel nach wie vor sehr wohl realisiert werden könne. Eine entsprechende Planung liege dem Regierungspräsidium seit dem 23. Juni vor.

Gärtners Aussage beziehe sich auf eine Planung des Regierungspräsidiums selbst. Dabei sei der Tunnel von der Eschachstraße bis zur Kreisstraße nach Meßstetten geplant worden, wobei sich eine 4,6-prozentige Steigung ergibt, was unerwünscht sei. Bauen, präzisiert Alfred Müller, könne man so einen Tunnel trotzdem. Doch auch diesen Aspekt kann man problemlos umgehen, erläutern Kirschbaum, Alfred und Helmut Müller, wenn man den Tunnel einfach ein paar Meter später beginnen lässt, unterhalb des Hossinger Weges. Dann träte das Problem mit der Steigung erst gar nicht auf. Und genau diese Variante, betonen die BI-Mitglieder, liege dem Regierungspräsidium seit über drei Wochen vor.

Während die „Amtsvariante“ der Umfahrung das Gewann Reutenen durchstößt und dabei über einen Kilometer mit teils bis zu 20 Meter tiefen Einschnitten „massive Eingriffe in die Natur“ nach sich zieht, umgeht die Planung der BI diesen Bereich, nutzt stattdessen das Gebiet Eschach. Auch generell, betonen die BI-Mitglieder, sei der Landschaftsverbrauch bei ihrer Variante geringer.

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