Bildungsmesse Visionen: Der direkte Kontakt macht's aus

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Am Montag berichteten Vertreter von ausstellenden Unternehmen, Banken und vom Staatlichen Schulamt sowie Auszubildende über ihre Erfahrungen auf der „Visionen“. Silke Schwenk und Carina Mayer von der WFG, die die Messe veranstaltet, hatten zum Pressegespräch eingeladen.  Foto: 

Der direkte Kontakt zu den Schülern und damit zu potenziellen neuen Auszubildenden macht die Bildungsmesse „Visionen“ aus. So lautet der Tenor des Pressegesprächs am Montagvormittag, an dem Vertreter von Banken, Industrie und Handwerk sowie dem Staatlichen Schulamt über ihre Erfahrungen berichtet haben. Auch die Ziele der Aussteller sind sehr ähnlich. Angehende Auszubildende, beziehungsweise Studenten sollen so gut über die Chancen und Möglichkeiten informiert werden, dass sie den für sich passenden Beruf möglichst auf Anhieb finden.

„Wir müssen heute deutlich mehr tun, um gute Azubis zu rekrutieren“, betont Markus Schmid, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Zollernalb. Unternehmen investieren viel in die Ausbildung. Deshalb sei es wichtig, dass die Azubis den Unternehmen auch nach der Ausbildung treu bleiben. Eine Grundlage hierfür ist seiner Ansicht nach die Wahl des für sich richtigen Berufs. Das breite Spektrum auf der Messe helfe den Jugendlichen hierbei. Man müsse früh ansetzen, damit Schüler den richtigen Beruf finden, unterstreicht Gernot Schultheiß, Leiter des Staatlichen Schulamts in Albstadt, ebenfalls. Er freut sich, dass die Berufs- und Studienorientierung Einzug in die Lehrpläne gehalten hat. Dass die Schüler durch den Unterricht oder die Messezeitung vorbereitet sind, schätzen die Aussteller ebenfalls. Das sei ein Erfolgsfaktor der Messe, sagt Bizerba-Ausbildungsleiter Alexander Burghardt. Ebenso bereiten sich die Unternehmen intensiv auf die Messe vor, so beispielsweise durch Seminare, in denen Azubis lernen, wie sie sich auf der Messe professionell präsentieren.

„Wir haben ein großes Interesse daran, dass wir gute Auszubildende haben“, sagt Willy Braun, Sprecher der Bezirksvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken. Deshalb wolle man direkt in Kontakt mit den Jugendlichen kommen. „Zum anderen sind wir uns der Verantwortung für die Region bewusst.“ Junge Menschen sollten in der Region gehalten werden. Die Messe werde deshalb von Beginn an gerne genutzt, um die Attraktivität der Arbeitgeber in der Region zu kommunizieren. Doch auch „Neulinge“ sind dabei: „Der Rahmen passt für uns“, sagt Kevin Deckert, kaufmännischer Leiter der Jetter Firmengruppe, die sich dieses Jahr zum ersten Mal auf der Messe präsentiert. Als selbsterklärte „Fans des direkten Kontakts“ sehe man darin die perfekte Ergänzung zu bisherigen Maßnahmen, gute Auszubildende zu finden. Er schätzt, dass gerade der Samstag interessant ist, an dem oft Schüler gemeinsam mit ihren Eltern auf die Messe kommen.

Doch ganz ohne Eigenleistung geht es bei den „Visionen“-Besuchern nicht, wie Robin Eissler, Auszubildender bei Bizerba, berichtet. „Schüler sollten die Initiative ergreifen und die Unternehmensvertreter ansprechen“, rät der angehende Mechatroniker. Tobias Steil von Gühring hat die „Visionen“ zweimal besucht, einmal als Realschüler, einmal als Schüler des Technischen Gymnasiums. Das habe ihm geholfen, die Weichen für seine Berufslaufbahn zu stellen und das passende Ausbildungsmodell zu finden – in seinem Fall ein viereinhalbjähriges Kombistudium. Weil es für viele noch eine unbekannte Möglichkeit ist, Ausbildung und Studium zu kombinieren, wird das Kombistudiummodell in den Podiumsdiskussionen vorgestellt, ergänzt Silke Schwenk, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Zollernalbkreis (WFG). Steil und Eissler schätzen außerdem besonders, dass man nicht nur mit den Personalern, sondern auch mit Auszubildenden, sozusagen auf Du und Du, ins Gespräch kommen kann.

Die Bildungsmesse „Visionen – Wege nach dem Schulabschluss“ mit rund 120 Ausstellern findet vom 21. bis 23. September auf dem Balinger Messegelände statt. Geöffnet ist am Donnerstag und Freitag von 9.30 bis 16.30 Uhr, am Samstag von 9.30 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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