Begleiter in schweren Zeiten

Die vergangenes Jahr ins Leben gerufene Trauerbegleitgruppe der kirchlichen Sozialstationen Albstadt Diakonie und St. Vinzenz hat ihr Angebot erweitert. Es wird künftig auch Einzelbegleitung geben.

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Die beiden Trauerbegleitkurse im Jahr 2011 waren im Handumdrehen gefüllt. Nach dem Tod eines Angehörigen und geliebten Menschen kommt eine Zeit der Trauer, die wichtig ist. "Die Hinterbliebenen vermissen ihre Toten, sind traurig, ohnmächtig oder vielleicht sogar wütend, fühlen sich im Stich gelassen, sind enttäuscht und zweifeln an sich selbst und an Gott", sagt Diakon Michael Weimer. "Diese Situation möchten die Trauerbegleiter aufgreifen und den Menschen helfen, die Trauer um einen Menschen zu verstehen und zu ver-arbeiten. Wir wollen den Menschen Mut machen, in der veränderten Lebenssituation ihren eigenen Weg zu finden, wollen Anregungen geben, den Weg aus der Trauer zu finden."

Die Trauerbegleitgruppe besteht aus: Regina Birk, Krankenschwester der Diakonie und Leitung der ökumenischen Hospizgruppe Albstadt, Cathrin Linder, Krankenschwester Diakonie, Blanda Grüner, Mitarbeiterin St. Vinzenz, Annette Krizak, Mitarbeiterin der ökumenischen Hospizgruppe, Victorina Vivas, Mitarbeiterin der ökumenischen Hospizgruppe, und Diakon Weimer, der für die Gesamtleitung verantwortlich zeichnet.

Auch in diesem Jahr bietet das Team im Frühjahr und Herbst einen Kurs mit jeweils sechs Einheiten an. Der Frühjahrskurs beginnt am 17. April, der Herbstkurs am 11. September (18.30 bis 20.30 Uhr, Marienheim). Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Anmeldungen für den Frühjahrskurs sind bis spätestens 14. April an Diakon Michael Weimer, Telefonnummer 07431/763869, oder Regina Birk, Rufnummer 0151/50415292, zu richten.

Der Frühjahrskurs steht unter dem Thema "Der Weg". Diakon Weimer: "Der Trauerprozess innerhalb der Gruppe ist ein gemeinsamer Weg, den aber jeder Trauernde ebenso für sich gehen muss." Ganz neu bietet das Team auch eine Einzelbegleitung an. "Diese individuelle Form der Begleitung ist gerade für diejenigen gedacht, die sich in der Gruppe eher schwer tun."

Für die Teilnehmer der beiden Vorjahreskurse findet erstmalig im Frühjahr ein Begegnungsnachmittag statt. Geplant ist laut Weimer ein gemeinsamer Spaziergang mit Einkehr.

"Fachkompetenz, Ausbildung und Sensibilität ist die wichtigste Voraussetzung, was die Verantwortlichen zur Trauerbegleitung benötigen", sagt Diakon Weimer. Der Trauerkurs ist für die Teilnehmer im übrigen kostenlos. Die Kosten für Fort- und Ausbildung der Begleiter sind jedoch beachtlich. Mittels Spenden soll gewährleistet werden, dass "wir diese Einrichtung für lange Zeit auf ein gutes Fundament stellen und anbieten können".

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