Bau der Umgehungsstraße soll Mitte Oktober beginnen

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  • Ein großer Kreisel wird den Verkehr hier in Zukunft nach Weilstetten, Albstadt, auf die Deponie oder in Richtung Rottweil verteilen. Wie die B 27 sich hier einfügen könnte, darüber hat sich Gerhard Mayer aus Weilstetten Gedanken gemacht.  1/2
    Ein großer Kreisel wird den Verkehr hier in Zukunft nach Weilstetten, Albstadt, auf die Deponie oder in Richtung Rottweil verteilen. Wie die B 27 sich hier einfügen könnte, darüber hat sich Gerhard Mayer aus Weilstetten Gedanken gemacht. Foto: 
  • Diese Skizze von unserem Leser Gerhard Mayer schlägt eine B 27-Ortsumfahrung von Endingen auf der Strecke der aktuellen L 442 zwischen Dotternhausen und Weilstetten vor.  2/2
    Diese Skizze von unserem Leser Gerhard Mayer schlägt eine B 27-Ortsumfahrung von Endingen auf der Strecke der aktuellen L 442 zwischen Dotternhausen und Weilstetten vor. Foto: 
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Am Montag, 16. Oktober, soll es in Weilstetten losgehen. Dann soll mit dem Bau der Nordwestumfahrung begonnen werden. Das gab jetzt die Stadtverwaltung Balingen bekannt. Während des Baus sind einige Sperrungen nötig, die von den Autofahrern Geduld fordern werden. So ist im Zeitraum von April bis Juli 2018 sowohl die Ausfahrt als auch die Abfahrt Weilstetten von der B 463 komplett gesperrt.

Von Juli bis November 2018 soll zur Umgestaltung der Kreuzung Nordwestumfahrung der Bereich Rottweiler Straße/östliche Zufahrt „Rote Länder“ komplett gesperrt sein. Während der Maßnahmen gibt es eine innerörtliche Umleitung. Der überörtliche Verkehr wird von Dotternhausen aus über die B 27 nach Endingen in Richtung Albstadt umgeleitet. Laut Stadtverwaltung sollen die Umleitungen großräumig ausgeschildert werden. Zudem sei mit der Verkehrsbehörde des Landkreises koordiniert, dass während des Zeitraums keine zusätzlichen Einschränkungen geplant sind.

In den nächsten Tagen soll der Zuschuss für die Baumaßnahme mit dem Regierungspräsidium Tübingen besprochen werden. Derzeit liegt ein Angebot der Firma Mayer aus Villingen-Schwenningen vor, die die Umfahrung für 3,75 Millionen Euro realisieren möchte. Die Vergabe soll der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung tätigen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 4,5 Millionen Euro. Ursprünglich wurde mit 4,8 Millionen Euro gerechnet.

Alternative Strecken

Unser Leser Gerhard Mayer aus Weilstetten bringt derweil eine neue Lösung für die B 27-Umfahrung von Endingen und der Verbindung zwischen den Bundesstraßen B 463 und 27 ins Spiel (siehe Skizze). Mayer schlägt einen auf der Eyachbrücke mit flacher Kurve eingeleiteten Anschluss der B 27 an die B 463 bei der Aral-Tankstelle vor. Dieser soll über eine Brücke über der Wilhelm-Kraut-Straße bis hinter die Kreuzung Bauhaus/Mauk gehen. Danach soll die Straße sich vierspurig auf die B 463 mit zusätzlichen Ein- und Ausfädelspuren zu den Zufahrten Gehrn/Frommern sowie Wilhelm-Kraut-Straße absenken. Die B 463 Richtung Süden soll eine vierte Spur bis zum geplanten großen Kreisel Weilstetten/Rote Länder vor der Deponie erhalten. Der Kreisverkehr wiederum ersetzt die Abzweigung nach Weil­stetten und Tieringen und verteilt den Verkehr über die Ausfahrten Deponie, Rottweil, Weilstetten/ Tieringen und Sigmaringen.

Die Brücke über den Wettbach nördlich von Roßwangen steht bereits, so dass nur die aktuelle L 442 zwischen Weilstetten und Dotternhausen für den potenziellen B 27-Verkehr ausgebaut werden muss. Pläne der Stadt im Bereich Rote Länder ließen sich mit diesem Ausbau der Bundes- und Landesstraßen kostenoptimal integrieren.

Die betroffenen Grundstücke liegen überwiegend auf Endinger Gemarkung. Der Verkehrslärm, so vermutet es Gerhard Mayer, würde im Vergleich zu heute nicht zunehmen. Eine neue Brücke über die Eisenbahnlinie Balingen-Sigmaringen sei nicht erforderlich. Mayer gibt jedoch zu bedenken, dass es bei der vorhandenen Eisenbahnunterführung der B 463 mit der vierten Spur und Radweg etwas eng werden könnte. Das Positive: Eine neue Brücke über den Wettbach und die Zerstörung der dortigen Natur im Süden von Endingen entfiele ebenso.

Auf Anfrage unserer Zeitung zeigt sich die Stadt Balingen in Person von Rathaussprecher Jürgen Luppold beeindruckt von den Vorschlägen. „Scheinbar ist an Herrn Mayer ein Städteplaner verloren gegangen“, meint Luppold. Dass nun sämtliche Pläne über den Haufen geworfen werden, sei jedoch äußerst unrealistisch. Luppold erklärt, warum. Einerseits ist die Stadt Balingen für die Bundes- und Landesstraßen nicht zuständig. Des Weiteren wären Verhandlungen mit der Deutschen Bahn bezüglich der Stellen, an denen sich Bahnlinien und Straßen kreuzen, vermutlich unumgänglich. „Wer einmal bei Verhandlungen mit der Bahn dabei war, weiß, wie kompliziert sich diese gestalten können“, so Luppold. Da die Planungen zur Endinger Ortsumfahrung zudem bereits fortgeschritten seien, würden Änderungen das Vorhaben zeitlich zurückwerfen. „Unabhängig von den Kosten, sehe ich keine reelle Möglichkeit, diese Pläne umzusetzen“, sagt Luppold. Dennoch werde man den Vorschlag an das Baudezernat weiterleiten.

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