Tanzschule Attitude inszeniert „Die Schöne und das Biest“

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Die Aufführung „Die Schöne und das Biest“ des Ballettstudios Attitude begeisterte das Publikum in der Stadthalle. An zwei Abenden zeigten die Nachwuchstänzer sowie die jungen Schauspieler und Sänger ihr Können.  Foto: 

Weite Tüllröcke, das leise Trippeln der Spitzenschuhe auf dem Bühnenboden, Beine und Arme, die wild in der Luft herumfliegen – das war die Tanzaufführung der Tanzschule Attitude am Samstag- und Sonntagabend in der Balinger Stadt­halle.

Der Abend begann mit einem jungen Prinzen in einem schönen Schloss. Während eines kalten Winterabends klopfte eine alte Bettlerin an seine Tür und bat um Unterkunft für die Nacht. Zum Dank bot sie ihm eine rote Rose an. Als der Prinz ihr den Eintritt verweigerte, verwandelte sich die Bettlerin in eine wunderschöne Fee. Der Prinz flehte um Vergebung, doch die Fee erkannte das kalte Herz des Prinzen und verwandelte ihn in ein abscheuliches Biest. Auch seine Schlossbewohner belegte sie mit einem Fluch. Um den Fluch zu brechen, muss er die Liebe einer Frau erlangen – noch bevor das letzte Blütenblatt der magischen Rose fällt. Kein einfaches Unterfangen für das unheimliche Monster, das von Matthias Bitzer überzeugend gespielt wurde.

Umso fröhlicher wirkte Belle, die von Lara Potel gespielt wurde, auf das Publikum. Mit tiefgreifendem Gesang tänzelte sie über die Bühne und ließ sich nicht von den Lästereien der anderen unterkriegen oder von der Anmache des schmierigen und eingebildeten Gaston überzeugen. Selbst als ihr die Fee berichtete, dass ihr Vater in großer Gefahr stecke, ließ sich Belle nicht entmutigen. Überzeugt machte sie sich auf die Suche und landete im Schloss des Biests, um ihm einen Tausch anzubieten: Wenn es den Vater freilassen würde, werde sie für immer bei ihm bleiben.

Doch während ihrer Gefangenschaft kamen sich Belle und das böse Monster immer näher. Die anderen Schlossbewohner, darunter die Teekanne Madame Pottine, die Wanduhr Herr von Unruh, der Staubwedel, die Kommode Wardrobe und der Kerzenständer Lumière, waren entzückt und gaben alles dafür, den Zauber der Fee zu brechen. Doch als Belle unerlaubt mit der verzauberten Rose einen gefühlvollen Tanz vollführte, schmiss das Biest sie aus dem Schloss. Der Angriff der Wölfe auf die junge Frau raubte dem Publikum den Atem. Doch bevor es zu spät war, rettete das Biest Belle das Leben. Von nun an machten die beiden gemeinsame Ausflüge durch das Schloss, beobachteten die chaotischen Musiker, die auf Spitzenschuhen tänzelnden Bücher der Bibliothek, die sich um die eigene Achse drehenden Standuhren, Staubwedel und Teetassen.

Doch Belles Vater und Gaston wollten das junge Mädchen vor der angeblichen Gefahr retten. Gemeinsam mit den anderen Dorfbewohnern starteten sie einen Angriff, bei dem das Biest tödlich verletzt wurde. Belle, starr vor Sorge, beichtete ihm daraufhin ihre Liebe. Die Fee ­erschien, der Fluch war gebrochen. Mit einem pompösen Tanz feierten die zurückverwandelten Schlossbewohner und der Prinz gemeinsam mit Belle das Finale.

Insgesamt 300 Ballett-, Schauspiel- und Gesangschüler inszenierten das französische Volksmärchen. Ganze vier Monate studierten die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Gesang- und Schauspiellehrerin Beatrix Reiterer und den beiden Tanztrainerinnen Irina Bumbulici und Sabrina Adomeit die Choreographien ein. Und auch nach 25 Jahren Tanzschulgeschichte ist klar: Leiterin Christina Benakidis lässt sich jedes Mal aufs Neue etwas einfallen, um das Publikum zu überraschen.

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