Schmuckstück geht nach Stuttgart

Sie funktioniert wieder, die Maschine, die der Arbeitskreis des Tailfinger Maschenmuseums auf Bitten des Hauses der Geschichte in Stuttgart renovierte. Nun glänzt sie in der aktuellen Stuttgarter Ausstellung.

HOLGER MUCH |

Sorgsam eingepackt in weißes Tuch wurde das Schmuckstück aus der Werkstatt des Maschenmuseums in einem Transporter geladen und von dort dann ins Stuttgarter Haus der Geschichte transportiert. Wer sich die beeindruckenden Früchte der Tailfinger Handwerkskunst im "Haus der Geschichte Baden-Württemberg" persönlich ansehen möchte: Der "Knüpftrikotrundwirkstuhl" wird noch bis 31. Januar 2016 in der Ausstellung "Auf nackter Haut" zu sehen sein. Der Blick in Regionen, in die sonst selten öffentlich geschaut wird, enthüllt auch sonst Spannendes: Männer trugen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Beispiel rosa Unterhemden.

Das altehrwürdige Stück würde dort nun natürlich keineswegs in solch prachtvollem Zustand stehen, wenn der gute Ruf der "Käppsele" vom Arbeitskreis Maschenmuseum ihnen nicht seit geraumer Zeit vorauseilen und dabei bis in die Fachkreise der Landeshauptstadt vordringen würde.

Das wusste auch der Stuttgarter Ausstellungskuratoren Dr. Immo Wagner-Douglas sowie seine Kollegin Kerstin Hopfensitz angesichts eines aus dem Jahre 1892 stammenden "Knüpftrikotrundwirkstuhls" von Schiesser. Der befand sich aber in einem wahrlich desolaten Zustand. Also ereilte das Technik-Team des Arbeitskreises der Hilferuf aus dem fernen Stuttgart - und blieb nicht ungehört.

Das Sorgenkind wurde geliefert und unter der Federführung von Arbeitskreismitglied Heinz Boss in einem halben Jahr intensiver, genauer Arbeit zum Glanzstück umgearbeitet. Der bejahrte "Knüpftrikotrundwirkstuhl" steht nach der langen Behandlung durch die erfahrenen Tailfinger Fachleute da wie neu und läuft und produziert sogar wieder.

Info Das Maschenmuseum in Tailfingen stellt die Geschichte der Maschenindustrie im Raum Albstadt von 1750 bis heute dar.

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