Die Berufsfachschulen im Zollernalbkreis

Neue Chance mit"MittlererReifeplus"

Albstadt/Balingen/Hechingen.  Die beruflichen Schulen des Zollernalbkreises bieten Bildungsgänge, bei denen für jede Begabung etwas dabei ist - sei es kaufmännisch, gewerblich oder hauswirtschaftlich.

Vielen Hauptschülern ist es nicht möglich, direkt in ihren Traumberuf einzusteigen: Meist wird von Wirtschaft und Industrie eine weitere Qualifizierung verlangt, bevor es mit der beruflichen Karriere losgehen kann. Daher stehen spätestens im neunten Schuljahr viele Hauptschüler vor der Frage: Wie geht es nun weiter? Was ist das Richtige für mich - Werkrealschule oder Berufsfachschule?

Mit beiden Schularten erreicht man einen mittleren Bildungsabschluss. Daher spricht für die Werkrealschule auf den ersten Blick speziell die Dauer: Innerhalb nur eines Jahres haben Schülerinnen und Schüler die Chance, die Mittlere Reife zu bekommen.

Bei den Berufsfachschulen dauert dies zwei Jahre. Dies hat seine guten Gründe: Erstens kann in den Berufsfachschulen speziell auf die Bedürfnisse der Schüler eingegangen werden. Durch das zusätzliche Jahr wird mit weniger Druck und Stress gelernt. Zweitens erhalten die Schüler in den Berufsfachschulen eine Doppelqualifikation: Die "Mittlere Reife plus". Der mittlere Bildungsabschluss wird mit einer beruflichen Grundbildung ergänzt, der Fachschulreife. Die Praxisnähe hat in den Berufsfachschulen eine große Bedeutung. Die Schüler sind so in der Lage, ihren künftigen Beruf auf der Basis theoretischer und praktischer Erfahrungen gezielt zu wählen. Denn egal ob gewerbliche, hauswirtschaftliche oder kaufmännische Fachschulreife - jede entspricht der Mittleren Reife und macht den Weg frei für die berufliche Ausbildung.

Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Balingen

Die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Balingen spricht vor allem technisch interessierte und begabte junge Menschen an: In der zweijährigen Berufsfachschule Metall (2BFM) werden die Schülerinnen und Schüler in die Grundlagen der Metalltechnik eingeführt. Einmal wöchentlich sind sie in der Metallwerkstatt, wo sie den Umgang mit dem Werkstoff Metall und mit den wichtigsten Maschinen lernen. Gearbeitet wird in der Regel an einem größeren Projekt, wie beispielsweise an einem Druckluftkolbenmotor. Begleitet wird die praktische Arbeit durch den Theorieunterricht. Die Vorbildung wird von den Betrieben sehr geschätzt; Oft wird die 2BFM sogar als erstes Lehrjahr angerechnet. Es profitieren aber auch die Schüler, die nachher auf das gewerbliche Berufskolleg oder das Technische Gymnasium wechseln, denn auch da wird regelmäßig in der Metallwerkstatt gearbeitet.

Hauswirtschaftlich-sozialpädagogische Schule Albstadt/ Alice-Salomon-Schule Hechingen

Die Hauswirtschaftlich-sozialpädagogische Schule Albstadt und die Alice-Salomon-Schule Hechingen bieten in ihren zweijährigen Berufsfachschulen beide die Profile "Hauswirtschaft und Ernährung" und "Gesundheit und Pflege" an. In Hechingen können sich die Schülerinnen und Schüler zudem für das Profil "Ernährung und Gastronomie" entscheiden. Neben den allgemeinbildenden Fächern erwerben die Schüler Kompetenzen für ihren Beruf: Ernährungslehre, Erziehungslehre, Gesundheitslehre, Pflege, Labortechnologie, Warenwirtschaft und Restaurantorganisation bilden je nach Profil die berufsbezogenen Fächer. Ein weiterer zentraler Schwerpunkt besteht in der Projekt- und Methodenkompetenz sowie in der Vermittlung von Präsentationstechniken.

Walther-Groz-Schule Albstadt/Kaufmännische Schule Hechingen

Die Walther-Groz-Schule Albstadt und die Kaufmännische Schule Hechingen bieten eine kaufmännische Berufsfachschule, die Wirtschaftsschule an. Durch die Fächer Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Datenverarbeitung und Textverarbeitung werden die Schüler gezielt auf kaufmännische Berufe vorbereitet. Beide Schulen glänzen durch innovative pädagogische Konzepte. So wird etwa in beiden Schulen großen Wert auf ein respektvolles Miteinander gelegt. Dies zeigt sich bereits zu Beginn der zwei Jahre, die mit einer Einführungswoche beginnen. Mit schülerorientierten Lernmethoden, Übungsfirmen, Praktikumswochen und Projektarbeiten wird sowohl die Basis für eine erfolgreiche berufliche Ausbildung als auch für den Besuch des kaufmännischen Berufskollegs oder des Wirtschaftsgymnasiums gelegt.


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Autor: SWP | 04.02.2012

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