Fahrt voraus für die Zollernbahn

Tailfingen. 

Regionalbahnen stärker fördern - das ist Bestandteil des Koalitionsvertrages der Landesregierung. Bedeutet dies auch neue Dynamik für die Zollernalbbahn oder gar eine Talgangbahn?

Reichlich Hoffnung gibt dies allemal vielen Bahnpendlern, ÖPNV-Befürwortern und natürlich all jene, die sich seit Jahren lokal für eine Reaktivierung der Talgangbahn engagieren. Ihr Arbeitskreis "Regiostadtbahn" hatte jetzt Hans-Martin Haller, Landtagsabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, zu Gast. Weniger die aktuellen Informationen zu den Straßenbaumaßnahmen interessierten, sondern die Neuigkeiten rund um die Schiene. Haller stellte hier die Zollernalbbahn als wichtiges Vorhaben in den Fokus.

Als eines von über einem Dutzend Bahnprojekten, das allein im Regionalverband Neckar-Alb in den Planungen ist. "Wo bereits Schienen liegen und Bedarf ist, das hat für mich Vorrang", sagt Haller und verweist auf den Ausbau der Strecke Tübingen-Balingen-Ebingen. Doch dafür müsse man kämpfen, denn viele wollten landesweit Fördergeld für Bahnprojekte. Damit man bei der Zollernalbbahn (zum Beispiel zweigleisiger Ausbau, bessere Taktung oder Elektrifizierung) den Zug nicht verpasse, müssten beteiligte Landkreise (Tübingen, Reutlingen, Zollernalb) sowie die Städte Tübingen und Reutlingen rasch die Weichen stellen.

Ein Zubringer zur Zollernalbbahn könnte die Talgangbahn sein. Auch die acht Kilometer von Ebin-gen bis Onstmettingen sind als "förderwürdig" eingestuft. Der Knackpunkt seien wohl weniger die Investitionskosten (von zirka 32 Millionen Euro verbleiben nach Zuschüssen, sofern gewährt, noch rund sechs Millionen bei der Stadt), sondern auch die laufenden, rein städtischen Subventionen zum Betrieb.

Unstrittig machte Hans-Martin Haller klar, dass für ihn der Ausbau der Zollernalbbahn (Tübingen-Ebingen) Priorität hat. Es werde ein zähes Ringen, um dafür Fördergelder zu bekommen. Die große Frage ist: "Wer zahlt was und wie viel?"


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Autor: SWP | 02.02.2012

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