Kofferweise Rauschgift vertickt

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Nach mehrmonatigen Ermittlungen gegen insgesamt sechs mutmaßliche Dealer aus dem Landkreis Tübingen hat die Polizei am Sonntag fünf Verdächtige festgenommen.

Zunächst nahmen die  Ermittler am Sonntag im Tübinger Stadtteil Waldhäuser-Ost einen 33-jährigen Deutschen aus Tübingen fest, der einen Koffer mit fünf Kilogramm Marihuana in seinem Auto . Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der Beschuldigte zu diesem Zeitpunkt im Begriff, das zuvor besorgte Rauschgift an seine Abnehmer auszuliefern.

Im Anschluss an die Festnahme des Lieferanten wurden auch ein 24-jähriger Tunesier aus Tübingen und seine 19-jährige, deutsche Lebensgefährtin, ein 24-jähriger Deutscher aus Nehren und ein 20-jähriger Deutscher aus Mössingen vorläufig festgenommen. Ein weiterer Verdächtiger, ein 24-jähriger Türke aus Mössingen, ist offenbar derzeit flüchtig und wird zwischenzeitlich mit Haftbefehl gesucht.

Bei den auf richterlichen Beschluss durchgeführten Wohnungsdurchsuchungen fanden und beschlagnahmten die Ermittler weitere Drogen, nämlich mehr als zweieinhalb Kilogramm Marihuana und über zwölf Gramm Kokain. Bei drei der Beschuldigten wurde außerdem je eine Schusswaffe aufgefunden, was zusätzliche Ermittlungsverfahren wegen illegalen Waffenbesitzes nach sich zieht.

Die Festgenommenen wurden im Laufe des Montags dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Dieser ordnete gegen die einschlägig vorbestraften Männer die Untersuchungshaft an. Der Haftbefehl gegen die bislang unbescholtene 19-Jährige wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Bereits seit dem Frühjahr 2017 verfolgten die Ermittler die Spur einer Gruppe von zunächst vier Männern und einer Frau, nachdem verschiedene, in der Drogenszene gewonnene Erkenntnisse darauf hindeuteten, dass diese offenbar einen schwunghaften Handel mit Marihuana und Kokain betrieben. Durch die weiteren Ermittlungen erhärtete sich nicht nur der Verdacht gegen diese arbeitsteilig und äußerst konspirativ vorgehenden Verdächtigen, es konnte auch ihr mutmaßlicher Lieferant, ein 33-jähriger Deutscher aus Tübingen, identifiziert werden. Dieser soll nach derzeitigen Erkenntnissen in fast monatlichem Rhythmus kofferweise Rauschgift besorgt und an die Gruppierung verkauft haben.

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