Brandanschläge: Verdächtiger in Untersuchungshaft

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Die Kriminalpolizei Balingen hat am Dienstag nach umfangreichen Ermittlungen mehrere Wohnobjekte außerhalb des Zollernalbkreises durchsucht und drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Die Aktion stand im Zusammenhang mit einem gezielten Brandanschlag auf ein Auto am 15. Dezember vergangenen Jahres in der Steinachstraße in Balingen, bei dem das Auto vollständig ausbrannte und Sachschaden in Höhe von 20.000 Euro entstand. Des Weiteren mit einem Einbruch in ein Mehrfamilienhaus in der Rudolf-Blickle-Straße in Tailfingen am 12. Januar, bei dem Unbekannte in eine Wohnung des Hauses eingedrungen waren und Elektronikgeräte und Uhren entwendet hatten. Die Wohnung wurde verwüstet und unter Wasser gesetzt. Die Täter stellten auf eine Herdplatte eine Plastikflasche mit brennbarer Flüssigkeit und schalteten die Platte an. Es entwickelte sich starker Rauch, so dass die Feuerwehr ausrücken musste. In der Wohnung entstand Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro.

An den Tatorten war jeweils ein Auto aufgefallen, das mit zwei männlichen Personen besetzt war. In Albstadt hatte sich ein Zeuge das Kennzeichen des Fahrzeugs notiert. Es verdichteten sich deshalb die Verdachtsmomente gegen zwei Personen aus den Landkreisen Reutlingen und Esslingen, die bereits im Verdacht für eine Vielzahl von Tankbetrügereien in verschiedenen Landkreisen und in diesem Zusammenhang verübten Kennzeichendiebstählen standen.

Bei einer weiteren Brandstiftung in Eningen u. A. wurde in der Nacht zum 3. Februar eine Garage und ein Auto mit Brandbeschleuniger von außen in Brand gesetzt. Auch hierbei entstand Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro. Aus Vernehmungen von Geschädigten ergaben sich Anhaltspunkte, dass hinter den Brandanschlägen in Balingen und Albstadt eine weitere Person stecken könnte. Mit dieser hatten die Geschädigten in der Vergangenheit wegen der Beschaffung eines hochwertigen Autos Streitigkeiten. Die sich anschließenden Ermittlungen und die festgestellten Kontakte der beiden Brandstifter zu diesem Hintermann bestätigten den Anfangsverdacht.

Am frühen Dienstagmorgen schlugen die Ermittler zu. Bei den richterlich angeordneten Durchsuchungen der Wohnobjekte der drei Tatverdächtigen wurde mit Unterstützung der Kripo Reutlingen umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Die beiden Beschuldigten im Alter von 19 und 23 Jahren, die die Brandanschläge und unabhängig davon weitere Straftaten verübt hatten, legten umfassende Geständnisse ab. Als den Anstifter für die Brandlegungen im Zollernalbkreis bezeichneten sie den 62-jährigen „Hintermann“ aus dem Raum Metzingen, der sie dafür auch finanziell entlohnt haben soll. Dieser stritt jegliche Tatbeteiligung ab. Die beiden jüngeren Beschuldigten wurden noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Gegen den 23-Jährigen, der bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten ist, wurde der Haftbefehl in Vollzug gesetzt, der 19-Jährige kam mit Auflagen wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen dauern noch an.
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