Zuwachs fürs Medical Valley

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Ein Hörimplantant der Firma MED-EL GmbH.  Foto: 

In der Rangendinger Gemeinderatssitzung steht am Montag (ab 19 Uhr im Rathaus) ein Baugesuch auf der Tagesordnung, das aufhorchen lässt: In der Dr.-Alexander-Grupp-Straße 18, gleich am Ortseingang aus Richtung Stein, möchte die Firma MED-EL Surgical Solutions GmbH ein Verwaltungs- und Produktionsgebäude für Medizinprodukte bauen. Sollten die Räte das Projekt befürworten, winkt dem Medical Valley um Hechingen eine Neuansiedlung.

MED-EL Surgical Solutions ist eine Tochterfirma der in ihrer Branche marktführenden Firma MED-EL GmbH aus Innsbruck/Tirol. Die Kernkompetenz der Österreicher liegt auf dem Gebiet der implantierbaren Hörsysteme, sogenannten Cochlea Implantaten (Hörschnecken). MED-EL beschäftigt in 28 Nie­derlassungen weltweit 1700 Mitarbeiter, davon 1200 in Innsbruck.

In Rangendingen ist ein strategischer Produktionsstützpunkt geplant, in dem die Ressourcen aus der Region direkt vor Ort genutzt werden sollen. Schließlich liegt die Starzelgemeinde mitten in der leistungsfähigen Medizintechnik-Raumschaft, die von Stuttgart bis Tuttlingen reicht. „Rangendingen ist ein optimaler Standort und bietet uns beste Möglichkeiten“, sagt Uwe Steinhardt, der Geschäftsführer der Tochterfirma, die bisher mit einem Büro in Bodelshausen ansässig ist. Steinhardt, der in Hirrlingen daheim ist und die Branche recht gut kennt, schwärmt auch von der „exzellenten Zusammenarbeit“ mit Bürgermeister Johann Widmaier und der Rangendinger Gemeindeverwaltung.

Geplant ist ein etwa 800 Quadratmeter großer, modernster Gewerbebau. Wenn der Gemeinderat dem Bauantrag zustimmt, würde die Firma MED-EL gerne im März 2017 mit dem Neubau beginnen. Die Neuansiedlung wird Rangendingen und dem Medical Valley neue Arbeitsplätze bringen. Eine Zahl will Steinhardt freilich heute noch nicht in Aussicht stellen. Man fange klein an und setze auf Wachstum.

In Rangendingen hergestellt werden sollen chirurgische Instrumente, Tools und Hilfsmittel um das Gebiet der Otologie (Ohrenheilkunde) und im Speziellen der Cochlea-Implantat-Versorgung. Die Innsbrucker Mutterfirma pflegt schon heute mit vielen Lieferanten aus der Region eine gute Zusammenarbeit und möchte dieses Netzwerk gerne weiter ausbauen. „Wir haben großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Region“, sagt Steinhardt.

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