ZURÜCKGEBLÄTTERT · VOR 40 JAHREN: Von Senatoren, Münzen und Telefonanschlüssen

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Es war einiges los im April 1976. Eine Überschrift, die sofort ins Auge stach: Konsul Dr. Franz Grupp wurde zum Ehrensenator der Eberhard-Karls-Universität Tübingen ernannt. Der damalige Uni-Präsident Adolf Theis nahm den Burladinger Fabrikanten ins Konvent der Ehrensenatoren auf. Grund waren Grupps Verdienste in verschiedensten Bereichen. Außerdem, so führte Theis weiter aus, sei Grupp auch ein sachkundiger Berater und uneigennütziger Helfer der Universität Tübingen. Zur Feier im Hechinger Rathaus war allerlei Prominenz gekommen, darunter Regierungspräsident Max Gögler, Gerd Weng, Staatssekretär im Kultusministerium, Ministerialdirektor Hans-Jörg Mauser und Gebhard Müller, ehemaliger Ministerpräsident Baden-Württembergs. Das Familienunternehmen ("Trigema") wird heute von Sohn Wolfgang Grupp geleitet.

Weitaus weniger erfreulich waren da die Nachrichten aus dem Burladinger Rathaus. Der Gemeinderat ärgerte sich über die geplante Aufhebung des Sprechtages der Kraftfahrzeugzulassungsstelle in der Fehlastadt und beschloss, dagegen mit allen Mitteln vorzugehen. Der Sprechtag vor Ort würde schließlich von der Burladinger Bevölkerung durchaus genutzt.

Einen schwäbischen Schatz gab es in Ost-Berlin zu bestaunen. Im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin war eine der wertvollsten und komplettesten Sammlungen hohenzollerischer Münzen zu sehen. Das damalige Preußische Münzkabinett war nach dem Zweiten Weltkrieg nach Russland gelangt und Ende der 50er Jahre an die DDR zurückgegeben worden; bis dahin war nicht bekannt gewesen, ob die zahlreichen Seltenheiten an zollerischen Münzprägungen überhaupt erhalten geblieben waren. Wie sich aber zeigte, waren die im Jahr 1900 verzeichneten hohenzollerischen Münzen alle noch vorhanden. Karl Werner Steim, der den Artikel für die HZ verfasste, besaß sogar Gipsabdrücke aller in Ost-Berlin vorhandenen Münzen Hohenzollerns.

Hechinger Feuerwerk gab es zur Eröffnung eines Fußballturniers der arabischen Golf-Länder. Die Feuerwerksfabrik Pulverfischer ließ die HZ-Redaktion per Postkarte aus Doha (der Hauptstadt des Scheichtums Katar) wissen, dass es Lob und Anerkennung für die Arbeit gegeben habe. Das Feuerwerk "made in Hechingen" wurde nicht nur vom Fernsehen übertragen, sondern erhielt auch Zuspruch vom saudi-arabischen König Chalid. Das Pulverfischer-Team wurde vom Kultusministeriums Katars zu einer Besichtigungstour und einem Treffen mit dem Minister eingeladen.

Am 7. April feierte das Telefon seinen 100. Geburtstag. Die HZ berichtet natürlich darüber. Bei der Knotenvermittlungsstelle in Hechingen gab es zu diesem Zeitpunkt immerhin 3944 Anschlüsse.

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