Zum Jubiläum der Wanderfreunde gibt’s eine Rundwanderung

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Volkssportveranstaltungen sind heute nicht mehr ganz so populär, trotzdem bleiben die Wanderfreunde Stetten im kleinen Kreis als Verein bestehen.  Foto: 

Die 1977 gegründeten Wanderfreunde Stetten begehen am kommenden Sonntag, 30. Juli, ab 11 Uhr mit einer Jubiläumshockete beim Vereinsheim am ehemaligen Farrenstall ihr 40-jähriges Bestehen. Angeboten wird außerdem eine  fünf Kilometer lange Rundwanderung mit Startzeit von 11 bis 13 Uhr.

Die Wanderung führt über das Sportgelände Lindenwasen, den Schafstall Boll, die  Linde vor Boll und über den Tiefenweg von Boll nach Stetten über die Erlenstraße. Am Kontrollpunkt bei der Linde vor Boll erhalten die Wanderer eine kleine Überraschung, die dann am Ziel eingelöst werden kann.

Ihren Ursprung hatten die Wanderfreunde im TSV Stetten, als dieser auf Anregung des Vorsitzenden des Fördervereins Mehrzweckhalle Stetten  1969 dem Volkssportverband beitraten, um den Förderverein mit der  Ausrichtung von Volkssportmärschen finanziell zu unterstützen. Damals fuhren der Vorsitzende Franz Buckenmaier vom TSV Stetten und der Vorsitzende des Fördervereins Mehrzweckhalle Bernhard Pröpster nach Inchenhofen in Oberbayern, um die Lizenz für einen jährlichen Volksmarschtermin zu bekommen.

So begann das Volkswandern dann 1970 mit dem Konstantin-von-Bayern-Gedächtnismarsch. Die Stettener Bevölkerung unterstützte diese jährlichen Veranstaltungen vorbildlich, so dass diese einen wesentlichen Beitrag zum Bau der Halle leisten konnten.

Als die Mehrzweckhalle eingeweiht war, löste sich die Wanderabteilung vom TSV Stetten und gründete 1977 einen eigenen Verein. Unter ihrem Vorsitzenden Arthur Fischer waren die Wanderfreunde über Jahrzehnte ein Teil des Gemeinwesens in Stetten. Im Gebäude Kirchweg 2 richteten sich die Wanderfreunde ein Vereinsheim in Eigenleistung ein. Als dort das Heimatmuseum entstehen sollte, hatten sie die Möglichkeit, ihr Domizil im früheren Farrenstall einzurichten. Das meisterten die Mitglieder wieder in Eigenleistung.

Drei Jahrzehnte blühte das organisierte Wandern im Rahmen des Volkssportverbandes, dann kam der Trend hin zum individuellen Wandern und die Volkssportveranstaltungen verloren ihren Reiz. In Stetten sind einschließlich der zusätzlichen Winterwanderungen 50 Veranstaltungen organisiert worden, die letzte im Jahre 2013.

Da die aktiven Mitarbeiter des Wandervereins Stetten immer älter und auch immer weniger wurden, hat man seither keine eigenen Volkswanderungen mehr ausgerichtet. Allerdings wurden drei Rundwanderwege ausgeschildert, die inzwischen im „Wanderparadies Hechingen“ des Schwäbischen Albvereins mit enthalten sind.

Nach 32 Jahren gab Arthur Fischer 2001 die Führung des Vereins an Klaus Banowski ab. Arthur Fischer wurde für seine Verdienste um das Volkswandern und die Dorfgemeinschaft mit der Ehrennadel der Ortschaftsverwaltung Stetten und der Bürgermedaille der Stadt Hechingen ausgezeichnet. Er starb 2007. Sein Nachfolger führte den Verein bis 2012. Nach dessen überraschendem Tod wurde Edgar Buckenmaier zum  Vorsitzenden gewählt und führt den Verein seither. So blieb es ihm vorbehalten, vor vier Jahren die letzte große Volkswanderveranstaltung zu organisieren. Trotz allem wird der Verein in kleinerem Kreis weiterleben – stiftete er doch erst kürzlich eine Sitzbank am Weg zum Neuber – und wird sein 40-Jähriges feierlich begehen.

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