Zu Weihnachten eine gute Tat

Der Erlös der HZ-Weihnachtsaktion 2013 kommt dem Arbeitskreis Asyl zu Gute. Er kümmert sich im Mittelbereich um Menschen, die in Asylunterkünften leben. Schirmherr der Aktion ist Landrat Günther-Martin Pauli.

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  • Kinder trifft das Flüchtlingselend am härtesten. Auch ihnen kommt die HZ-Weihnachtsaktion zugute. 1/4
    Kinder trifft das Flüchtlingselend am härtesten. Auch ihnen kommt die HZ-Weihnachtsaktion zugute.
  • HZ-Redakteur Matthias Badura, Christa Mummertz, Bärbel Hermann und Hella Jetter bei den Vorbereitungen zur Spendenaktion. 2/4
    HZ-Redakteur Matthias Badura, Christa Mummertz, Bärbel Hermann und Hella Jetter bei den Vorbereitungen zur Spendenaktion.
  • Die Weihnachtsfeiern im Wohnheim zählen zu den glücklichen Momenten im Flüchtlingsdasein. 3/4
    Die Weihnachtsfeiern im Wohnheim zählen zu den glücklichen Momenten im Flüchtlingsdasein.
  • Landrat Günther-Martin Pauli ist Schirmherr der "Guten Taten". 4/4
    Landrat Günther-Martin Pauli ist Schirmherr der "Guten Taten".
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Wie jedes Jahr gibt es eine HZ-Weihnachtsaktion "Gute Taten", mit der die Hohenzollerische Zeitung einen karitativen, sozialen, humanitären Zweck unterstützt. Diese Mal kommt der Erlös dem Arbeitskreis Asyl zugute. Sie, liebe Leserinnen und Leser, können mit einer Spende einen Beitrag dazu leisten. Dass Ihr Geld gut und sinnvoll angelegt ist, bestätigt Landrat Günther-Martin Pauli, der sich spontan bereit erklärte, die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Der im gesamten Mittelbereich tätige Arbeitskreis Asyl mit Sitz in Hechingen existiert seit 20 Jahren. Hella Jetter, Christa Mummertz und Bärbel Hermann waren fast alle von Anfang an dabei. Im Gespräch wirken sie wie drei reizende Damen. Und das sind sie auch. Was sie aber ganz und gar nicht sind, ist weltfremd oder gar naiv. Sicher, sie haben sich ein großes Herz bewahrt, opfern ständig wieder ihre Freizeit. Sie können auch von schweren Rückschlägen und Frustrationen berichten, die ihnen in 20 Jahren begegneten. Da gab es nicht nur Schwierigkeiten mit Behörden, sondern immer wieder auch Enttäuschungen und Scherereien mit ihren Schutzbefohlenen. Trotzdem kommt es für sie nicht in Frage, aufzuhören. Sie halten es für ihre Pflicht - als Christ und als Mensch -, sich um andere zu kümmern: um solche, die in Syrien oder Afghanistan gerade der Verfolgung oder dem Tode entronnen sind, und die sich nun in einem vollkommen fremden Land zurecht finden sollen. Asylbewerber genießen in der Bundesrepublik zwar Schutz und Unterkunft, im Übrigen sind sie aber hilf- und mittellos.

Unwissend, wie es weitergeht, ob sie nicht eines Tages doch zurück müssen, verfallen viele in Verzweiflung; zur Untätigkeit und Langeweile verdammt - Asylbewerber dürfen keine Arbeit annehmen - kommen andere auf dumme Gedanken. Wieder andere wollen das Beste aus ihrem Schicksal machen, wissen jedoch nicht wie: Wo gibt es einen Sprachkurs, wo findet man Nachhilfe für sein Kind, wie erhält man Anschluss an einen örtlichen Fußballclub? Wie erhält man überhaupt Anschluss an irgendwen?

Bei all diesen und vielen weiteren Problemen hilft der Arbeitskreis. Er organisiert, vermittelt und bezahlt Sprachkurse, er begleitet bei Behördengängen und veranstaltet regelmäßige Treffen für seine Schützlinge, von denen momentan die meisten im Hechinger Asylbewerberheim Aviona und die übrigen in weiteren Unterkünften im Kreisgebiet untergebracht sind. Diese wöchentlichen Treffen stellen für viele die einzige Abwechslung im tristen Heimalltag dar. Sie sind eine Gelegenheit, sich auszusprechen oder einfach nur menschliche Nähe zu spüren. Daneben richtet der Arbeitskreis - um ein weiteres Beispiel zu nennen - auch Tauffeiern aus. "Stellen Sie sich vor, Ihr Kind wird getauft, und anschließend kehren sie in ein Wohnheim zurück, kein Kaffee, kein Kuchen, nichts", macht Hella Jetter deutlich. Und all das kostet natürlich Geld.

Von Rückschlägen war die Rede, wichtiger aber sind die Erfolgsstorys, die aus dem Engagement des Arbeitskreises schon erwachsen sind. Viele von den Menschen, die einst verzweifelt und verängstigt hier ankamen, haben sich inzwischen in unsere Gesellschaft eingefunden. Sie oder ihre Kinder bereichern das Arbeits- und Kulturleben. So besehen ist die Tätigkeit des Arbeitkreises auch als eine Starthilfe und als ein Dienst an der Gesellschaft zu betrachten. Und genau so sieht es Landrat Günther-Martin Pauli, der sich spontan bereit erklärte, die Schirmherrschaft für die HZ-Weihnachtsaktion zu übernehmen. Pauli bekennt sich sogar als richtiggehender "Fan" der Gruppe. Es sollte, gibt der Landrat zu, im sozialen und menschlichen Bereich viel mehr für die Flüchtlinge getan werden. Doch verfüge der Landkreis nicht über ausreichende Mittel, um eine umfassende Betreuung leisten zu können. Aus dem Grunde ist er dem Arbeitskreis unendlich dankbar.

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