Zu viele Wildsauen im Wald

Die Welt der Jäger ist im Bereich der Kreisjägervereinigung Hechingen noch in Ordnung. Dies machten Berichte und Vorträge bei der Hauptversammlung deutlich. Zudem wurden langjährige Mitglieder geehrt.

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Begonnen hatte der lange Abend mit der musikalischen Begrüßung der vielen Gäste durch die Jagdhornbläser-Gruppen Alb-Burladingen und Haigerloch bei der Kreisjägervereinigung. Nach der Totenehrung eröffnete der Erste Landesbeamte beim Zollernalbkreis, Matthias Frankenberg, den Reigen der Grußworte.

Die Jagdstatistik 2013/2014 zeigt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar deutlich weniger Abschüsse auf, bleibt aber noch im langjährigen Mittel. Auch aus aufsichtsrechtlicher Sicht, etwa bei der Wildfütterung, habe es keine Beanstandungen gegeben. Dasselbe gilt für die Aufbewahrung von Waffen und Munition, welche durchweg ordnungsgemäß und verantwortungsvoll geschehe, sagte Matthias Frankenberg. Für die Stadt Hechingen betonte der Erste Beigeordnete Philipp Hahn die gute Zusammenarbeit zwischen der4 Kommune und den Jägern in den 15 Revieren der Stadt. In Hechingen werden auch weiterhin keine Gebühren bei der Waffenaufbewahrung verlangt.

Kreisjägermeister Walter Greff gab eine kleine Steigerung bei den Mitgliederzahlen auf jetzt 402 bekannt. Auf dem vereinseigenen Schießstand in Stein wurden fünf Jägerprüfungen für 255 Kandidaten abgenommen. Insgesamt, so bilanziert er spaßig, befinden sich die Jäger im Kreis "fast auf der Insel der Glückseligen".

Dennoch gibt es aus Sicht der Jäger einige Problempunkte, etwa die starke Reglementierung durch das neue Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG), das die aktuell diskutierte und umstrittene Durchführungsverordnung noch "durch die Hintertür" verstärke, so Walter Greff. Dagegen habe sich auch die große Demonstration der Jäger im Land vor etwa einem Monat in Stuttgart gerichtet; mit dabei waren gut 60 Mitglieder der Kreisjägervereinigung Hechingen. Auch in Zukunft werde man diese Art Geschlossenheit zeigen müssen: "Allein im Land werden wir unsere Zukunft nicht bestehen." Walter Greff ermunterte seine Mitglieder zur Teilnahme an den Schulungen und zu einer intensiveren Schwarzwildbejagung, wo die Strecken extrem schwanken, ebenso zu revierübergreifenden Drückjagden. Ein besonderes Lob gab es für das Nachsuchengespann Edgar und Armin Hähn, die im vergangenen Jagdjahr allein 79 Einsätze hatten.

Umfassend informierte der Justitiar Sören Kurz vom Landesjagdverband über das neue JWMG und die dazugehörige Durchführungsverordnung. Hierzu kündigte Kreisjägermeister Walter Greff an, dass man über die Hegeringversammlungen die vorgeschriebenen Fütterungskonzepte erarbeiten wolle, um Wildfütterung auch weiterhin zu ermöglichen. Auch den nun vorgeschriebenen, viel umfangreicheren Wildtierbericht anstelle der Streckenmeldungen will man aktiv zur Gestaltung der Revierbedingungen nutzen: "So haben wir durchaus die Chance, auf der Basis des neuen JWMG etwas zu bewirken."

Von umfangreicher Arbeit auf dem Kreisjägerstand berichtete Anne Keicher. Joachim Binder informierte über die Arbeit in den vier Bläsergruppen der Kreisjägervereinigung und der Jugendobmann stellte den neuen Internetauftritt der KJV Hechingen vor. Schließlich hatte Schatzmeisterin Marlies Iro, an diesem Abend krankheitsbedingt verhindert, ein umfassendes Zahlenwerk aufgelistet, das ein leichtes Plus in der Kasse der Jäger kündigt. Sie und der Vorstand wurden einstimmig entlastet.

Nach Vorträgen von Gabriele Dehner über das Nationale Waffenregister und von Dr. Wilhelm Hornauer über das Veterinärwesen standen zahlreiche Ehrungen an.

Philipp Mößmer ist seit sechs Jahrzehnten Mitglied

Ehrungen Seit 25 Jahren Mitglied in der Kreisjägervereinigung Hechingen sind: Ursula Braun, Joachim Breimesser, Wolfgang Dehner, Theo Flad, Elisabeth Giunta, Friedrich Heinzelmann, Gerd Mayer, Markus Weiß und Roland Weiß. Seit 40 Jahren Mitglied sind Ludwig Flad und Karl-Heinz Schuler. 50 Jahre in der Kreisjägervereinigung aktiv sind Eugen Dehner, Rolf Higi, Wilhelm Hodler, Dr., Bernhard Keihl, Eberhard Lohrmann, Fritz Schock und Heinrich Trick. Auf 60-jährige Mitgliedschaft zurück blickt Philipp Mößmer aus Grosselfingen. Alle erhielten Nadel und Urkunde. 20 Jahre bei den Bläsern sind Diana Dieringer, Thomas Eger und Gebhard Kränzler. Den Jungjägerbrief erhielt Uwe Riester.

SWP

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