Zehnder-Klage: Stadt ist am Zug

Wird in der unendlichen Geschichte um das Gewächshaus von Hans Zehnder beim Friedhof Heiligkreuz ein weiteres Kapitel aufgeschlagen? Nein. Seit einem Jahr hat sich nichts wesentlich Neues ergeben.

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Vor genau einem Jahr hat Hans Zehnder beim Verwaltungsgericht Sigmaringen Klage gegen die Stadt Hechingen eingereicht. Nachdem das Regierungspräsidium Tübingen zum Ende des Jahres 2012 (wie zuvor bereits die Stadtverwaltung) zu der Überzeugung gelangt war, dass es Zehnder für sein Gewächshaus bei Heiligkreuz an einem schlüssigen Wirtschaftskonzept mangele - weshalb er es abreißen müsse. Die Zollernstadt hatte schon Monate zuvor, im Januar 2012, eben diesen Abriss verfügt. Ihre Begründung: Der Eigentümer sei den strengen Auflagen der "Privilegierung für die Produktion von Pflanzen und Gewächsen" nicht gerecht geworden.

Seit Januar 2013 ist also wieder mal Ruhe eingekehrt, fristet das Zehndersche Gewächshaus ein trostloses Dasein. Ohnehin war es vor Jahren nur einmal für wenige Monate genutzt worden. Seither nie wieder.

Soll das für alle Ewigkeit so bleiben? Wenns nach der Stadt Hechingen geht natürlich nicht. Von ihr beziehungsweise von ihrem Pressesprecher Thomas Jauch erfuhr die HZ gestern auf Anfrage, dass ein Verhandlungstermin vor dem Verwaltungsgericht Sigmaringen nach wie vor ausstehe. Und es durchaus auch zwei Jahre dauern könne, bis das Gericht zu einer Entscheidung kommt. Dem widerspricht Albrecht Mors, Richter in der Pressestelle des Verwaltungsgerichts Sigmaringen, nicht grundsätzlich.

Im Falle der beschriebenen Auseinandersetzung allerdings sei der aktuelle Stand ein ganz anderer: Zwischen den Beteiligten, dem klagenden Gewächshaus-Eigentümer Hans Zehnder und der beklagten Stadt Hechingen, stünden noch immer außergerichtliche Verhandlungen und rechtliche Prüfungen aus; brauche es, so habe der die Zollernstadt vertretende Stuttgarter Anwalt wissen lassen, für die abschließende Klärung des Falls noch Zeit - bis Ende Februar (2014).

Bis Mitte des Monats März, erklärt der Jurist Albrecht Mors, werde es dann eventuell zu einer Klage-Erwiderung durch die Stadt Hechingen kommen.

Mindestens so lange geschieht auf Gerichtsebene nichts weiter.

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