Wüstenschiffe am Albrand sind eine Attraktion

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Tierlehrer Rolf Müller und Dromedar Said sind ein eingespieltes Team. Das bewiesen sie den Besuchern beim großen Fest auf dem Hechinger Albkamele-Hof.  Foto: 

Tierisch was los ist auf dem Albkamele-Hof auf dem Hechinger Butzenwasen eigentlich immer. Ganz besonders gilt das jedoch dann, wenn das große Hoffest steigt. Am Wochenende war es wieder so weit: Bereits zum fünften Mal luden Rolf Müller und sein Team die Besucher ein, das Leben auf dem Hof zu erkunden und seine tierischen Bewohner aus nächster Nähe kennenzulernen. Und auch diesmal strömten die Tierfreunde wieder in Scharen zu den Albkamelen, wo sie ein buntes Programm erwartete.

Das größte Vergnügen für Jung und Alt beim Hoffest: Tiere sehen, streicheln und allerhand Wissenswertes über sie erfahren. Die unumstrittenen Stars waren wie immer die Dromedare Said, Marisol und Humphry, Trampeltier Shania und das imposante Tulu Elvis. Wann hat man schließlich schon die Gelegenheit, den im Schwabenland äußerst exotisch anmutenden Wüstenschiffen so nahe zu kommen? Die sechsjährige Anneli aus Bodelshausen war jedenfalls begeistert: „Die sind ganz weich und total lieb!“, freuten sie sich über die zutraulichen Tiere. Auch ihre ältere Schwester Alina nahm die Annäherungsversuche des ebenso großen wie sanftmütigen Elvis gelassen: „Der will uns nur kennenlernen“, stellte sie fest und streichelte dem Riesen sanft über sein Fell. „Bisher waren die beiden eigentlich richtige Pferdemädchen, aber ich glaube, jetzt wünschen sie sich noch ein Kamel“, kommentierte die Mama schmunzelnd.

Professionelle Tierdressur

Wie professionelle Tierdressur aussieht, führte Rolf Müller in den Kamelshows vor, in denen seine vierbeinigen Schützlinge zeigten, was sie so alles drauf haben. Dromedar Said kann nicht nur Küsschen geben und sich auf Kommando hinlegen; das Vertrauen zwischen Zwei- und Vierbeiner ist so groß, dass sich Müller mittlerweile sogar in den Sattel schwingen und dem Dromedar aus luftiger Höhe Leckerchen reichen kann.

Für Pferdefans ein Muss waren auch die Reitshows, die beim Hoffest gezeigt wurden. Zu Gast waren die Westernfreunde Rotfelden, die dem Publikum die Körpersprache der Pferde näher brachten. Westernreiter Jürgen Pieper vom Schweitzer Hof sorgte mit einer rasanten Show für Wild-West-Feeling. Dem in nichts nach standen die Trail-Vorführung von Dajana Walz. Auch für die Luftakrobatik, die der Mädchenzirkus Zuckerguss bot, gab es von den zahlreichen Besuchern viel Applaus.

Ein kleines Paradies für Tierfreunde war der Streichelzoo, in dem freche Ziegen und grunzende Mini-Schweine für strahlende Gesichter sorgten. Viel lernen konnte man von Imkern, die einen Einblick in die faszinierende Welt der Bienen gewährten.

Die Strauße sind schon groß

Die sieben großen Strauße, die im vergangenen Jahr noch kleine Küken waren, reckten indes ihre langen Hälse und beäugten neugierig und ganz ohne Scheu das lebhafte Treiben auf dem Hof.

Am Samstagabend gab es dort Live-Musik mit „Free Generation“, die den Besuchern bei kühlen Temperaturen kräftig einheizten. Im wahrsten Sinne heiß her ging es bei der beeindruckenden Feuershow mit Samara Alessa. Zum sonntäglichen Frühschoppen unterhielt die Band „Thursday Rock.“

Mit dem Verlauf des Festes zeigte sich Rolf Müller äußerst zufrieden, auch wenn Petrus nicht ganz mitspielte. „Dass trotz des Kamelwetters so viele Leute gekommen sind, ist einfach toll“, freute er sich. Viel Lob hatte er für die zahlreichen Helfer parat: „Das sind alles Ehrenamtliche. Ohne die könnte der Hof gar nicht existieren“, betonte er. Denn nach wie vor sei der Kamelhof, auf dem auch tiergestützte Therapie angeboten wird, ein Zuschussbetrieb, der sich noch nicht selbst finanzieren könne.

Ab dem 1. Oktober hat der Kamelhof täglich außer montags geöffnet. Kiosk und Biergarten laden zum Verweilen ein. Nähre Informationen gibt es unter www.albkamele.de.

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