Wie das Business läuft

Jungs im Anzug, Mädchen im Kostüm, das "Museum" als Messehalle: In der Hechinger Stadthalle ging am Dienstag zum inzwischen elften Mal die regionale Übungsfirmenmesse über die Bühne.

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  • Egzon Krasniqi und Samet Aydin von der Hechinger Übungsfirma TriStyle GmbH handeln mit Trigema-Shirts: "Ohne Kinderarbeit hergestellt!" Fotos: Hardy Kromer 1/2
    Egzon Krasniqi und Samet Aydin von der Hechinger Übungsfirma TriStyle GmbH handeln mit Trigema-Shirts: "Ohne Kinderarbeit hergestellt!" Fotos: Hardy Kromer
  • Hanna Siedler, Anika Hoffmann, Alina Schuler und Sabrina Bertsch (v. l.) von der Übungsfirma ICC GmbH haben Papierschneider und Aktenvernichter im Portfolio. 2/2
    Hanna Siedler, Anika Hoffmann, Alina Schuler und Sabrina Bertsch (v. l.) von der Übungsfirma ICC GmbH haben Papierschneider und Aktenvernichter im Portfolio.
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Egzon Krasniqi von der Hechinger Übungsfirma TriStyle GmbH weiß, worauf es im Verkaufsgespräch ankommt. "100 Prozent made in Germany" seien die T-Shirts der Patenfirma Trigema aus Burladingen, jedes Teil könne "individuell bestickt" werden und sei nach Gebrauch recyclebar - und vor allem: "Keine Kinderarbeit!" Das, so Krasniqi, rechtfertige dann doch den etwas höheren Preis, der für die Qualitätsprodukte seiner Firma bezahlt werden müsse. "Zehn Prozent Messerabatt auf alles" machen dem noch zögerlichen Kunden die Kaufentscheidung dann doch noch ein bisschen leichter.

Selbstverständlich kann man die Trigema-T-Shirts, die am Messestand von TriStyle angeboten werden, nicht "in echt" kaufen. Schließlich handelt auch die Übungsfirma der Kaufmännischen Schule Hechingen nur virtuell. Echt sind hingegen die Verkaufgespräche, die PR-Materialien, die Buchhaltung, die Verwaltungsvorgänge, die Kundenkontakte, die Bestellungen und Auftragsbestätigungen. "Es handelt sich um die Simulation eines echten Unternehmens", sagt Ulrich Bost, Fachberater für Übungsfirmen am Regierungspräsidium Tübingen. "Da findet alles statt außer dem realen Warenverkehr."

Das gilt auch für die zweite Übungsfirma vom Hechinger Schloßberg, die gestern im "Museum" vertreten war: die ICC GmbH, die Papierschneider und Aktenvernichter ihrer Balinger Patenfirma Krug & Priester anpries.

Rund 800 Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Gäste füllten den ganzen Tag über die Hechinger Stadthalle. Die Übungsfirmen, 19 an der Zahl, kamen aus dem ganzen Regierungsbezirk - von Ulm bis Überlingen, von Rottenburg bis Sigmaringen. Und auch die Schüler, die in die Kundenrolle schlüpften, kamen in Bussen teilweise von weit her.

Eröffnet worden war die Messe am Vormittag von Hechingens Bürgermeisterin Dorothea Bachmann, von Norbert Speidel, dem Rektor der Kaufmännischen Schule Hechingen, und von Thomas Kreitz, dem zuständigen Referenten im Regierungspräsidium.

Ihrem Ziel, richtige Geschäftsleute zu werden, sind die jungen Leute gestern ein gutes Stück näher gekommen.

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