Wenn die Kassen nicht mitmachen, drohen in Zukunft Verluste

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Auf hohem Niveau Unmittelbar vor der Jubiläumsfeier hat das Sozialwerk in einer Mitgliederversammlung Wirtschaftsplan 2014 auf den Weg gebracht. Die Planzahlen entsprechen dabei überwiegend den Ansätzen für das Vorjahr. Allerdings, so erläutert Geschäftsführer Jürgen Weber, wurden die gesamten Personalkosten und die insgesamt zu erwartenden Pflegeerträge jeweils reduziert. Dies deshalb, da es einerseits wegen des Trägerwechsels vereinbarungsgemäß keine Personalgestellung mehr im Marienheim gibt (drei Fachkräfte) und andererseits sich die in den letzten Jahren teils sprunghaft angewachsenen Leistungsdaten des Sozialwerks im rein ambulanten Bereich auf hohem Niveau eingependelt haben und momentan eher stagnieren. Daher wurde der Stellenplan angepasst (minus zweieinhalb Stellen). Fluktuationsbedingt war dies problemlos möglich. Das heißt, ausgeschiedene Beschäftigte wurden beziehungsweise werden nicht ersetzt. Die Geschäftsleitung ist jedoch vom Vorstand ermächtigt worden, im Bedarfsfall wieder Personal einzustellen. Es wird, so betont Jürgen Weber, auch weiterhin Ausbildungsplätze geben.

Beiträge und Spenden Insgesamt hat der Wirtschaftsplan 2014 ein Volumen in Aufwand und Ertrag von jeweils 1,45 Millionen Euro (Vorjahr 1,55 Millionen Euro). Der Planausgleich ist nur möglich durch Mitgliedsbeiträge (35 000 Euro), erhoffte Spenden (9000 Euro) und Zinsen für Eigenkapital (8000 Euro). Trotz der vielfältigen Optimierung der Organisationsstruktur und Steigerung der Kosteneffizienz öffnet sich seit Jahren immer mehr die Schere zwischen den Pflegekosten und den Leistungsentgelten der Kassen. Sollten die, so Weber, finanziell sehr gut gestellten Kassen nicht bereit sein, höhere Abrechnungssätze zu akzeptieren, wären beim Sozialwerk künftig Verluste auszuweisen. Die jüngst per Schiedsspruch angehobenen Abrechnungssätze im Bereich der häuslichen Krankenpflege (plus 3,7 Prozent, rückwirkend zum Januar 2013) deckt gerade einmal den höheren Sachaufwand, nicht aber die den Beschäftigten des Sozialwerks zustehenden tariflichen Gehaltssteigerungen.

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