Was tun, wenn es in der Schule brennt?

Auf die Hechinger Feuerwehr samt ihrer Abteilungen sowie die Wehren Rangendingen und Jungingen ist Verlass. Das wurde bei der Gesamtstadtübung am Schlossberg eindrucksvoll bewiesen.

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Um 16 Uhr war Schluss mit der samstäglichen Ruhe am Hechinger Schlossberg. Sirenengeheul und die Klänge des Martinshornes kündigten die Einsatzkräfte in der Schlossackerstraße an. Rund 50 Zaungäste, unter ihnen Bürgermeisterin Dorothea Bachmann, Dennis Raible und Ronny Stocker vom THW Hechingen, der Erste Polizeihauptkommissar Thomas Bernhard als Vertreter des Polizeireviers Hechingen und Kreisbrandmeister Stefan Hermann versammelten sich um das Übungsobjekt - die Kaufmännischen Schule.

Und ihr Kommen hatte sich gelohnt, denn was sie zu sehen bekamen, war höchst interessant und zeugte von enormer Effektivität. Laut Übungsidee war es in der Küche im Untergeschoss der Kaufmännischen Schule zu einem Schwelbrand gekommen, der unbemerkt zu einem offenen Brand mit starker Rauchentwicklung wurde. Das Treppenhaus der Schule war innerhalb kürzester Zeit mit Rauch gefüllt und als Fluchtweg nicht mehr nutzbar.

Im Untergeschoss hielten sich zu diesem Zeitpunkt mehrere Schüler einer Schulklasse auf, die vom Brand noch nichts mitbekommen hatte und das Gebäude nicht mehr verlassen konnten. Der Brand breitete sich schnell weiter aufs Erdgeschoss aus und schloss dadurch weiteren Schülern den Fluchtweg ab.

Unmittelbar nach dem Eintreffen der Stadtabteilung unter der Einsatzleitung von Michael Binanzer machte sich ein Atemschutztrupp an die Arbeit, sich einen Überblick im Objekt zu verschaffen. Der Einsatzort wurde in drei Abschnitte eingeteilt.

Die Nachbarwehr aus Jungingen unter Kommandant Frank Speidel übernahm mit den Abteilungswehren Schlatt, Boll und Beuren den ersten Angriff von der Gebäuderückseite. Die Stadtabteilung und die Abteilung Weilheim übernahmen die Menschrettung und Brandbekämpfung vom Haupteingang und vom Eingang am Untergeschoss aus.

Die Feuerwehr aus Rangendingen unter Kommandant Christian Hermann übernahm mit ihrem Schlauchfahrzeug - mit 1000 Metern Schlauch an Bord - die Wasserförderung von der Starzel bis zum Brandobjekt. Die Abteilungen aus Stein, Sickingen und Bechtoldsweiler positionierten zur Wasserförderung Pumpen entlang der Förderstrecke.

Innerhalb kürzester Zeit waren die eingeschlossenen Schüler aus ihrer misslichen Lage befreit und wurden dem Rettungsteam des Roten Kreuz zur medizinischen Versorgung übergeben. In Rekordzeit stand die Wasserförderstrecke zum Brandobjekt. Für den stellvertretenden Gesamtstadtkommandanten Frank Brecht gab es keinen Grund zur Klage. Auch Michael Binanzer hatte seine Feuertaufe als Einsatzleiter mit Bravour bestanden.

Die Hauptübung der Gesamtstadtwehr hat wieder eindrucksvoll gezeigt, dass die Wehren ständig in der Lage sind, schwierige Lagen mit Ruhe und hoher Professionalität zu meistern. Bei der Übungsbesprechung gab es für die Einsatzkräfte ein großes Lob von Frank Brecht und Michael Binanzer.

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