Vom Sensenmann

Mit dem Sensenmann durch die Jahrhunderte: "Sterben und Tod in der guten alten Zeit" ist das Thema von Prof. Dr. Paul Münch am kommenden Dienstag im Hohenzollerischen Landesmuseum in Hechingen.

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Platzsparend noch im Tod: Ein leicht gruselnder Blick ins Beinhaus von Hallstatt in Österreich. Foto: Geschichtsverein

Der aus dem hohenzollerischen "Unterland" stammende Hochschullehrer Paul Münch, der zuletzt einen Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Universität Duisburg-Essen bekleidet hat, gilt mit grundlegenden Studien zu den "Lebensformen in der Frühen Neuzeit" als einer der Pioniere der alltags- und mentalitätsgeschichtlichen Forschung in Deutschland. In seinem Vortrag beim Geschichtsverein hinterfragt er das verbreitete Bild von der "guten alten Zeit" beim Umgang der Vorfahren mit Krankheit, Sterben und Tod sowie den Deutungs- und Bewältigungsstrategien gegenüber den allgegenwärtigen existenziellen Bedrohungen.

Noch nie sind Menschen so alt geworden wie heute. Menschen leben in Europa im Durchschnitt mehr als doppelt so lang als in der angeblich "guten alten Zeit", in der eine hohe Kindersterblichkeit, Katastrophen, Seuchen, Hunger und Kriege dem Tod reiche Ernte bescherten. Beim Rückblick tun sich Fragen auf: Wie ist man in der Vormoderne mit Sterben und Tod umgegangen? Welche Bedeutung besaßen die Religion und die Aussicht auf ein ewiges Leben für das Ende des irdischen Lebens? Was bedeuten die Totentänze der Zeit? Wie kam es zur Ausbildung einer "Kunst des Sterbens"? Wie gestaltete sich die soziale Praxis des christlichen Sterbens, der Bestattung und des Totengedenkens?

Info Über "Sterben und Tod in der guten alten Zeit" referiert am kommenden Dienstag, 26. November, ab 20 Uhr Professor Paul Münch im Alten Schloss. Der Veranstalter ist der Hohenzollerische Geschichtsverein.

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