Unterm Beurener Himmel

Ein tiefsinniger Gottesdienst im Grünen zog bei Bilderbuchwetter viele Gläubige aus dem weiten Umkreis nach Beuren. Die Themen passten exakt zur Umgebung: Es ging um die Bewahrung der Schöpfung.

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Viele Kirchgänger nutzten wieder die Gelegenheit, um unterm Beurener Himmel mit Diakon Schäfer und Pfarrer Würth Gottesdienst zu feiern.  Foto: 

Auf dem "Kreuzwasen" die katholische und die evangelische Kirchengemeinde unter den Kiefern zahlreiche Bänke aufgestellt und davor einen mit herrlichen Blumen geschmückten Altar aufgebaut. Die ökumenische "Beurener Kirche im Grünen" genießt schon seit vielen Jahren einen sehr hohen Bekanntheitsgrad.

Die Eröffnung war dem Musikverein Jungingen mit Dirigent Thomas Brolde vorbehalten. Dann freuten sich Pfarrer Herbert Würth und Diakon Dr. Karl Heinz Schäfer über "ein volles Haus". Wie ein roter Faden zog sich der Satz "Seht die Vögel unter dem Himmel an" aus dem Matthäus-Evangelium durch den Gottesdienst. Nachdem die Gemeinde den Vertrauenspsalm vom guten Hirten zusammen gebetet hatte, folgte das Lied "Lobe den Herren". Aus der Vogelperspektive betrachtet wurde das Leben und Treiben der Menschen. Eule, Fink, Meise, Falke und Taube verkörperten dabei Konfirmanden. Verständnislos äußerten sich diese über die Blechkäfige auf Rädern, das rücksichtslose Durch-die Welt-hetzen, die Unzufriedenheit und Unersättlichkeit und nicht zuletzt die Kriege.

Inge Schuler nahm die Schriftlesung mit einem Abschnitt aus dem Matthäus-Evangelium vor. Diesen betrachtete Diakon Schäfer naher. Er mahnte die Gläubigen, Reichtümer nicht auf der Erde zu sammeln, sondern bei Gott. Pfarrer Würth griff auf das Liebeslied "Wenn ich ein Vöglein wär" zurück und ging auf den uralten Menschheitstraum des Fliegens ein. Dabei machte er auch die leidende Natur, das Artensterben und den Beschnitt von Lebensräumen zum Thema, wofür die Menschen verantwortlich seien. Bei einem Zwischenspiel des Musikvereins Jungingen hatten die Gläubigen die Möglichkeit, diese Gedanken nachklingen zu lassen.

Karl Heinz Schäfer betonte die drei Botschaften, die aus dem Gottesdienst mitgenommen werden können: der gemeinsame Glaube, die Bereitschaft zur Übernahme der Verantwortung für Schöpfung und Natur und die Bereitschaft, für andere Menschen da zu sein. Die Kollekte des Gottesdienstes ist bestimmt für die Pflege schwer- und todkranker Menschen durch das Sozialwerk Hechingen.

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