Uli Winkler und Brigitte Stein stellen in der Villa Eugenia aus

Eine neue Doppelausstellung wird am kommenden Sonntag, 24. Januar, in der Villa Eugenia eröffnet. Uli Winkler zeigt Landschaftsbilder, Brigitte Stein Tonskulpturen. Die Vernissage beginnt um 14 Uhr.

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Halb Mensch, halb Tier: "Der Dialog" heißt das Werk von Brigitte Stein.  Foto: 

Der Förderverein Villa Eugenia präsentiert ab Sonntag eine neue Doppelausstellung mit den Künstlern Uli Winkler und Brigitte Stein. Uli Winkler wurde 1936 in Stuttgart geboren und besuchte von 1957 bis 1962 die graphische Fachschule in Stuttgart bei Leo Schobinger und Albrecht Appelhans und die Kunstakademie Stuttgart bei Professor Eugen Funk. Von 1962 bis 1968 war er als Werbegraphiker tätig. Seit 1993 arbeitet er freischaffend in Taisersdorf und Überlingen.

Ein wichtiges Thema des Malers und Graphikers Uli Winkler ist die Landschaft - und zwar die Entdeckung der Landschaft als ein seelisches Erlebnis. Die künstlerische Darstellung durch den Maler ist geprägt durch das veränderte Bewusstsein in der Wahrnehmung: Nämlich die eigenständige Schöpfung parallel zur Natur. Die Landschaft in Uli Winklers Bildern wird also nicht nur abgebildet, sondern geht über die Natur hinaus und zeigt durch den inneren Prozess des Malers eine Wandlung.

Linie, Farbe, Form und Textur sind seine Ausdrucksmittel. Uli Winkler sagt: "Man muss die Spielregeln kennen." Er hat ein Gefühl für Treffsicherheit, und in jedem Bild ist die Suche nach harmonischem Ausgleich zu spüren. Seine Formate sind eher klein. Sein künstlerisches Repertoire ist reichhaltig. Es umfasst Naturstudien, Landschaften und Architekturansichten sowie Aktstudien.

Die Spannung in seinen Arbeiten entsteht durch den Kontrast der Formen und Farben. Der Maler Uli Winkler vermag dem Betrachter Türen zu öffnen und neue Sichtweisen zu offenbaren. Seine Werke vermitteln einen anderen Blick auf das Gewohnte und Vertraute. Brigitte Stein wurde 1956 in Onstmettingen geboren und war zunächst als Direktrice in der Textilindustrie tätig. Ihre künstlerische Ausbildung absolvierte sie an der freien Kunstakademie in Nürtingen mit dem Schwerpunkt gegenständliche und figürliche Keramik. In der Villa Eugenia zeigt sie Tonobjekte mit Ziegenköpfen und menschlichem Körper. In diesen Mischwesen sieht sie Anklänge zur griechischen Mythologie. Pan oder auch Faun ist als Hirtengott halb Mensch, halb Ziege, Naturgeist und Fabelwesen.

Brigitte Stein taucht nicht in die Vergangenheit ein, um zu reproduzieren, was es schon einmal gab. Sie sucht nach einer Antwort auf die Fragen: Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

In der Kunst der Neuzeit sind viele Darstellungen mit mythischem Anklang bekannt, so zum Beispiel "Faun und Mädchen" von Peter Paul Rubens. Oder in der Musik der "Nachmittag eines Fauns" von Claude Debussy. Brigitte Stein geht der Frage nach den inneren Anteilen nach. Durch Naturbeobachtung entdeckt sie das Menschliche in der Ziege: gewitzt, humorvoll, intelligent und instinktgeleitet.

Aus kleinen Figuren in einer Tonplatte als Relief gearbeitet, entstanden mit der Zeit immer größer werdende, dreidimensionale Köpfe. Die Tonerde als Ausgangsmaterial ihrer Figuren regte die Phantasie zu immer neuen Ausdrucksformen an.

Info Zur Vernissage am Sonntag, 24. Januar, um 14 Uhr lädt der Förderverein Villa Eugenia ein. In die Ausstellung führt Dietmar Schönherr ein. Für musikalische Begleitung sorgt Stefanie Menacher mit Flötenton und Steingesang. Die Ausstellung ist bis zum 28. Februar immer samstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

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