Steigende Schülerzahlen an Hechinger Grund- und Realschule

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Wie steht es um die Schulen in Hechingen? Die Bilanz des Schulentwicklungsplans ist recht zuversichtlich.  Foto: 

Fünf Schwerpunkte bei der Schulentwicklung sind im Land Baden-Württemberg zu erkennen, die auch auf die Stadt Hechingen zu übertragen sind: Im Land sinken die Übergänge von Grundschulen auf Werkreal- und Hauptschulen. Der Ausbau der Gemeinschaftschaftschulen schreitet voran. Der Ausbau der bestehenden Ganztagesangebote behält seinen hohen Stellenwert. Der mittlere Bildungsabschluss bleibt der am häufigsten abgelegte Abschluss. Laut Prognose des Statistischen Landesamts wird er über Jahre hinaus seine Spitzenposition unter den Schulabschlüssen behalten. Und: Die Inklusion wird vorangetrieben und die inklusiven Bildungsangebote werden ausgebaut.

Das Statistische Landesamt prognostiziert neu einen langfristigen Anstieg der Zahl der Schüler. Die Ergebnisse zeigen, dass bis zum Schuljahr 2025/2026 bei den allgemein bildenden Schulen wieder mit einem Anstieg der Schülerzahlen gerechnet wird statt wie bislang mit einem langfristigen Rückgang. Das liegt laut der Prognose vor allem an der aktuell hohen Zuwanderung nach Baden-Württemberg sowie an den stabilen beziehungsweise steigenden Geburtenzahlen. Schon im aktuellen Schuljahr 2016/2017 ist der ursprünglich prognostizierte Rückgang an Schülern weder bei den allgemein bildenden noch bei den beruflichen Schulen eingetreten.

Die Stadt Hechingen hat als Schulträger ihre Schulen unter die Lupe genommen, um die Schulentwicklung für die kommende Jahre zu planen. Konkret bedeutet dies für die einzelnen Schulen:

Die Grundschule Hechingen ist mit ihren Außenstellen Zollernstraße und Sickingen die größte Grundschule im Schulamtsbezirk. Am Standort Schloßberg sind die Schülerzahlen steigend, in den Außenstellen stabil. Deshalb ist der Bestand der Grundschule langfristig, also die nächsten zehn bis 15 Jahre, gesichert. Am Standort Schloßberg ist bereits in den nächsten Jahren eine Fünf-Zügigkeit der Klassen zu erwarten. Daraus ergeben sich weitere Bedarfe an Räumlichkeiten, die in den Schulentwicklungsplan mit eingeflossen sind.

Die Grundschule Stetten/Boll ist langfristig gesichert. Nach Abschluss der Arbeiten in Sachen Brandschutz und der kindgerechten Neugestaltung des Pausenhofes sind keine weiteren Baumaßnahmen geplant.

Die Werkrealschule in Hechingen gerät wie viele andere Werkrealschulen unter Druck – und zwar durch das veränderte Verhalten bei der Schulwahl. Immerhin konnte sie bisher immer noch mit mehr als dem schulgesetzlich geforderten Minimum von 16 Schülern eine Eingangsklasse bilden. Eventuell führt der prognostizierte Anstieg der Schülerzahlen zu einer Stabilisierung der Schule. Für die Werkrealschule gibt es deshalb aktuell keinen weiteren Raumbedarf. Das Gebäude spielt aber für die Gestaltung des Schulcampus Schloßberg eine bedeutende Rolle.

Die Realschule soll zum Schuljahr 2017/2018 eine Ganzstagesschule in offener Angebotsform werden. Unter Betracht der prognostizierten steigenden Schülerzahlen, der Beliebtheit des mittleren Bildungsabschlusses und der Entwicklung des Ganztagesangebotes ist eine Vergrößerung der Realschule wahrscheinlich. Daraus ergibt sich ein größerer Bedarf an Räumen, der in den Schulentwicklungsplan mit eingeflossen ist. Perspektive für 2020 ist die Zusammenführung der Schularten Realschule und Werkrealschule am Campus Schloßberg zu einer „Realschule neu“ oder einer Verbundschule.

Das Gymnasium bleibt trotz Konkurrenz durch Berufliche Gymnasien und weitere allgemein bildende Gymnasien in der Umgebung sowie sinkende Schülerzahlen ein fester Bestandteil der Hechinger Schullandschaft. Der Bedarf an weiteren Räumlichkeiten ist laut Schulentwicklungsplan aktuell nicht gegeben. Bedarf besteht allerdings an Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

Die Albert-Schweitzer-Schule hat gute Aussichten, dies wurde schon 2015 festgestellt, weiterhin die Ansprüche in der Raumschaft auf sonderpädagogische Bildungs- und Beratungsangebote abzudecken. Die Schule hat von der Regionalen Schulentwicklung profitiert, sich weiter stabilisiert und vergrößert. Daraus ergeben sich weitere Bedarfe an Räumlichkeiten, die in die Raumplanung des Schulentwicklungsplans eingeflossen sind und weiter einfließen werden.

Die Schulentwicklung hat Auswirkungen auf das Raumprogramm und die bauliche Entwicklung an den Schulstandorten. Insbesondere der Schulcampus Am Schlossberg steht dabei im Fokus, zumal sich dort die Zahl der Schüler erhöht und der Ganztagesbetrieb weiter entwickelt hat. Die Werkrealschule konnte nicht zur Erhöhung der Schülerzahl am Schulcampus beitragen, insofern können die bestehenden und zukünftigen Ganztagesbetriebe vom Raumüberhang an der Werkrealschule profitieren.

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