Starke Gemeinschaft

Für jahrzehntelange Zugehörigkeit sprach der VdK-Ortsverband Hechingen im Rahmen seiner Mitgliederversammlung zahlreiche Ehrungen aus. Des Weiteren wurde Rückschau gehalten.

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Im Hechinger "Museum" fand die Hauptversammlung des VdK-Ortsverbands statt. Der Vorsitzende Joachim Wien eröffnete sie mit Grußworten. Es folgte die Totenehrung. Danach wurde einmal mehr verdeutlicht, dass der VdK eine starke Gemeinschaft ist und innerhalb des Sozialgefüges unverzichtbar ist.

Ein Grußwort sprach daraufhin Josef Schäfer, der zugleich die Grüße des Kreisverbandsvorsitzenden Horst Schwarz und des gesamten Vorstands übermittelte. In seiner Ansprache ging der Beisitzer des Kreisverbandes näher auf das brisante Thema Altersarmut ein. Immer wieder höre man polemische Sprüche wie "hätten die mal mehr gearbeitet, dann bekämen sie mehr Rente" oder "hätten die richtig gespart und etwas auf die Seite gelegt, dann wäre die Situation eine andere". In Einzelfällen möge das so sein, aber zur Verallgemeinerung dienten diese Sprüche nicht. Die Armut in Deutschland betreffe zumeist ältere Frauen und Kinder. Sehr viele würden an chronischer Mittellosigkeit und dem gesellschaftlichen Ungleichgewicht (samt Ausgrenzung) leiden. Der Staat unterstütze mit Sozialhilfe und Grundsicherung.

Laut Dr. Christoph Butterwege gebe es verschiedene Arten der Armut, die absolute und die existenzielle, manchmal auch die lebensbedrohliche Armut, ähnlich der in der Dritten Welt, sowie die "relative Armut", wie sie in Deutschland vorherrsche. Letztere sei deswegen gefährlich, weil Demütigung, Diskriminierung und Demotivation damit einher gingen.

Der Experte schätzt, dass in Deutschland rund 2,5 Millionen Kinder an der unteren Sozialhilfe-Schwelle leben. Hart ins Gericht geht Butterwege mit den verantwortlichen Ministern und Regierungsleuten der Sozial- und Gesundheitspolitik. Die Amerikanisierung mit allen Nachteilen schwappe immer mehr über. Würden die Weichen nicht bald umgestellt, werde das Gesundheitssystem in einigen Jahren einen Kostenaufwand von einer Billion Euro ausmache. Um dies den nachfolgenden Generationen zu ersparen, "sollten wir das Umfeld immer wieder wachrütteln".

Joachim Wien zog im Anschluss Bilanz übers abgelaufene Jahr und erinnerte an die vielen Aktivitäten und Zusammentreffen, so auch an den Jahresausflug zur Villa rustica. Der nächste Ausflug führt die Mitglieder am 2. September an den Bodensee.

In Vertretung für den erkrankten Kassierer Horst Hengstler informierte Wien über die finanzielle Situation, das erwirtschaftete Plus und den soliden Kassenstand. Auf Vorschlag von Josef Schäfer folgte die einstimmige Entlastung des Vorstands.

Dann gab es eine Vielzahl an Ehrungen - für 60 Jahre Mitgliedschaft: Richard Gfrörer, für 25 Jahre: Johann Dehner. Das Silberne Treueabzeichen für zehn Jahre erhielten: Lütfiye Baris, Annemarie Beck, Klaus Beck, Kurt Böttcher, Fadim Cakan, Hans-Peter Frick, Hilbert Garten, Anna Gegenfurtner, Erich Gegenfurtner, Michael Hausmann, Wilma Klein, Ute Kneer, Karin Kornberger, Marianne Ling, Manuela Schlotthauer und Robert Turansky.

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