Sorgenkind wird saniert

Aufatmen im Stadtteil Stein: Die Stützmauer an der Starzel, seit langer Zeit das Sorgenkind des Ortschaftsrats, soll nun Anfang April saniert werden. Und es gibt noch weitere Baustellen in der Gemeinde.

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In dieser Woche haben in Stein die Kanal- und Straßenbauarbeiten im Bereich Im Gaiern begonnen. Mit der Sanierung der Stützmauer an der Starzel erwartet der Hechinger Stadtteil bald eine weitere Baustelle.  Foto: 

Wie der Leiter des Hechinger Tiefbauamts, Jürgen Haas, im Ortschaftsrat Stein darlegte, soll die Stützmauer unterhalb der Landstraße im Zuge der Sanierung rückverankert und mit einer Betonverschalung versehen werden. Auch der Straßenkörper muss neu gemacht werden, wozu eine Vollsperrung nötig ist. Läuft alles wie geplant, wird das Projekt Ende Mai beendet sein. "Wie sich jetzt zeigt, war es eine gute Entscheidung, eingehende Voruntersuchung mit Probebohrungen durchzuführen, denn so hatten wir eine fundierte Grundlage für die Ausschreibung", konstatierte Jürgen Haas.

Die Gesamtkosten werden sich auf 247 000 Euro belaufen, das sind 27 000 Euro mehr als im Haushalt veranschlagt. Die Deckungslücke soll mit 17 000 Euro aus allgemeinen Haushaltsmitteln ausgeglichen werden, 10 000 Euro werden aus Mitteln fließen, die für den Straßenunterhalt in Stein gedacht waren. Dies ist zwar ein kleiner Wermutstropfen, doch die Erleichterung überwiegt: "Uns fällt ein riesiger Stein vom Herzen", freute sich Ortsvorsteher Klaus Schetter über die Umsetzung des wichtigen Projekts, das den Steinemern lange Jahre Sorgen bereitet hat.

Auch über die Genehmigung des Haushalts zeigten sich die Räte erleichtert. "Das sind alles notwendige Maßnahmen, die nur darauf ausgerichtet sind, die Substanz zu erhalten", unterstrich der Ortsvorsteher mit Blick auf Projekte wie die Renovierung des Kindergartens, des Feuerwehrhauses und die Asphaltierung der Friedhofszufahrt. Letzteres soll im Zuge der Kanal- und Straßenarbeiten Im Gaiern, die bereits im Gange sind, erledigt werden.

Eine hohe Verkehrsbelastung droht Stein im Mai und Juni, wenn die Belagsarbeiten auf der L 410 im Bereich zwischen Hechingen und Rangendingen zuerst eine einseitige Sperrung, später sogar eine Vollsperrung erfordern. Die Befürchtung, dass trotz großräumiger Umleitung dann Schwerlastverkehr durch Stein rollen könnte, erhitzt schon im Vorfeld die Gemüter. "Das darf auf keinen Fall passieren", so der Ortsvorsteher, der sich in einem Vorgespräch über die Baumaßnahmen bereits darüber informiert hat, was auf seine Gemeinde zukommt.

Mit enormen Beeinträchtigungen wird aber auch ohne Brummis zu rechnen sein, denn während der einseitigen Sperrung soll der Verkehr aus Richtung Rangendingen über einen Teilabschnitt des Radwegs nach Stein und dann über die Mühläckerstraße geleitet werden. Die Landstraße wird zu diesem Zeitpunkt wegen der Stützmauer-Sanierung noch gesperrt sein und als Umleitungsstrecke deshalb nicht zur Verfügung stehen. Während der Vollsperrung soll die Verkehrsführung aus Richtung Hechingen über die Staigstraße erfolgen. Mühläckerstraße und Staigstraße werden dann zu Einbahnstraßen mit Parkverbot. "Hier sind Probleme vorprogrammiert", sagte Klaus Schetter.

Der Ortsvorsteher gab bekannt, dass der Betriebshof in der Bildäckerstraße zwei morsche Akazien entfernen musste. Zwei neue Bäume sollen gepflanzt werden.

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