So viel Altes wie möglich erhalten

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  • So oder so ähnlich haben Firmenchef Daniel Dieringer und sein Team die Tragbalken des Deckengewerks vorgefunden. 1/5
    So oder so ähnlich haben Firmenchef Daniel Dieringer und sein Team die Tragbalken des Deckengewerks vorgefunden. Foto: 
  • Von außen war dem Turm der Wallfahrtskirche Maria Zell nicht anzusehen, wie restaurierungsbedürftig sein Inneres ist. 2/5
    Von außen war dem Turm der Wallfahrtskirche Maria Zell nicht anzusehen, wie restaurierungsbedürftig sein Inneres ist. Foto: 
  • Hier wird am Deckengebälk und Turmschaft gearbeitet, worauf der Kirchturm von Maria Zell wieder aufgebaut wird. 3/5
    Hier wird am Deckengebälk und Turmschaft gearbeitet, worauf der Kirchturm von Maria Zell wieder aufgebaut wird. Foto: 
  • Um Prothesen (gut sichtbar durch das hellere Holz) ergänzt werden jene Balken, die nicht zur Gänze faul und morsch sind. 4/5
    Um Prothesen (gut sichtbar durch das hellere Holz) ergänzt werden jene Balken, die nicht zur Gänze faul und morsch sind. Foto: 
  • In der Werkstatt warten diese Holzteile des Dachtragwerks auf  die Überprüfung ihrer Resttragfähigkeit. 5/5
    In der Werkstatt warten diese Holzteile des Dachtragwerks auf die Überprüfung ihrer Resttragfähigkeit. Foto: 
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Restaurieren heißt: So viel Altes wie möglich zu ­erhalten und so viel Neues wie nötig zu verbauen. Exakt das tut zurzeit die Rangendinger Firma Holzbau Dieringer. Im Auftrag der Stadt Hechingen hat sie vor zirka drei Wochen den Turmhelm und Teile des Turmschaftes bis an den bestehenden Glockenstuhl der Wallfahrts­kirche Maria Zell abgebaut und nach Rangendingen gebracht, um den seit Jahren schon unstablilen Turm auf ihrem großen Firmengelände von Grund auf zu restaurieren.­

In einem ersten Schritt wurde, erklärt Firmenchef Daniel Dieringer, jedes Holzteil (im Turm verbaut sind Fichte und Tanne) auf seine Resttragfähigkeit und gesunden Querschnitt überprüft – auf Grundlage der vorliegenden Schadenskartierung.

Zirka 50 Prozent des Holzes müssen erneuert werden, sagt Daniel Dieringer, als Bauingenieur und Zimmerermeister, vor allem aber als Restaurator im Zimmererhandwerk ein Mann vom Fach. Die andere Hälfte wird fachgerecht restrauriert, indem man, wie es in der Branche heißt, Querschnitte gesund schneidet und durch Prothesen ergänzt.

Deutlich sichtbar wurde gleich zu Beginn der Restaurierung des Turms von Maria Zell, dass seit dessen Bau anno 1759 immer wieder an ihm „herumgebastelt“ wurde, um ihn stabil zu halten. Die Firma Holzbau Dieringer wird ihn jetzt im Auftrag der Stadt Hechingen wieder in seiner ursprünglichen Konstruktion herstellen. Das heißt: Die Schallläden kommen wieder „nach unten“, an ihren alten „historischen“ Platz. Auch die Dachkonstruktion wird wieder in ihre ursprüngliche Lage gebracht.

Wurden im ersten Bauabschnitt der rund neun Meter hohe Turm in seine Einzelteile zerlegt, folgen direkt anschließend in einem zweiten Abschnitt der Abbau und die Restaurierung des zirka fünf Meter hohen unteren Turmschafts samt Unterbau.

Das heißt zunächst, dass auch die Glocken von Maria Zell für eine Weile verstummen werden, denn zusätzlich wird der Glockenstuhl abgebaut. Im Rahmen der Restaurierung werden dann die in den zurückliegenden Jahrzehnten verbauten Stahljoche durch Joche aus Eichenholz ersetzt.

Noch in diesem Sommer werden Daniel Dieringer und sein Team die Restaurierungsarbeiten abschließen und dem Wallfahrtskirchlein oberhalb von Boll wieder zu seinem Turm verhelfen.

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