Skeptisch wegen Bruchsal

Von einem "durch und durch gelungenen Stabwechsel vom Vater zum Sohn" sprach Bürgermeister Uwe Ganzenmüller bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bodelshausen.

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Kommandant Marco Steeb (oben links) mit geehrten und beförderten Feuerwehrmännern.  Foto: 

Im vergangenen Jahr beendete Rolf Steeb nach 25 Jahren seine Dienstzeit als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bodelshausen. Die Führung übernahm sein Sohn Marco Steeb, nachdem er in der Hauptversammlung am 8. März 2014 einstimmig gewählt worden war.

Zu 35 Einsätzen mussten die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr ausrücken. Unter anderem gab es in der Firma Speidel einen Maschinenbrand, bei dem ein größerer Sachschaden verhindert werden konnte. 500 Liter ausgelaufenes Lösungsmittel bei der Firma PPG forderten im Juni einen zehnstündigen Einsatz, der mithilfe der Werkfeuerwehr Bosch aus Reutlingen erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Auch im Übungssystem wurden Veränderungen eingeführt. Übungsthemen werden nun in Gruppenübungen effektiver und intensiver erarbeitet. Die Hauptübung fand in der Steinäcker-Schule statt. Das Leistungsabzeichen in Gold legte eine Gruppe unter der Leitung von Jens Schalk beim Kreisfeuerwehrtag im Juli an.

Kommandant Steeb berichtete von den Maßnahmen des Feuerwehrbedarfsplanes, die bereits in Umsetzung sind. Unter anderem wurde der Anteil an Atemschutzgeräteträgern erhöht. Die Beschaffung des Gerätewagens Transport stünde nach wie vor im Fokus.

Auch dem Thema Feuerwehrhaus widmeten sich die Feuerwehrmänner intensiv. Ein Projektteam erarbeitete gemeinsam mit Architekt Werner Rieker Pläne für einen An- und Umbau. Die Umsetzung dieser Pläne steht in diesem Jahr an. Um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen, gehen die Veränderungen in Richtung Neubau, stellte Bürgermeister Ganzenmüller in seinem Rück- und Ausblick fest.

Ebenfalls erneuerungsbedürftig sei auch das 30 Jahre alte Tanklöschfahrzeug. Die Ersatzbeschaffung war bisher für 2016 vorgesehen. Allerdings sei jetzt schon bekannt, dass der Zuschusstopf des Landes schrumpfe, unter anderem weil die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal zur Feuerwehrakademie ausgebaut werde. Den Ausbau sah Steeb kritisch: Mehrere wichtige Lehrgänge würden nicht mehr angeboten. Viele Ausbildungsaufgaben könnten auf die Feuerwehren vor Ort übertragen werden. "Diese Aufgaben können und wollen wir nicht auch noch übernehmen", so Steeb.

Positiv zu vermerken seien die Verbesserungen der Tagesverfügbarkeit. Die Einbeziehung zweier einpendelnder Feuerwehrmänner, sogenannter "Gastausrücker" stünde kurz vor dem Abschluss. Ebenfalls ein Grund zur Freude ist die moderne Dienstkleidung, die von der Firma Speidel gespendet wurde.

Die Jugendfeuerwehr sei mit 19 männlichen und einem weiblichen Mitglied im Durchschnittsalter von 15 Jahren gut aufgestellt, bilanzierte Michael Rupprecht. Die Hauptaktion der Jugendfeuerwehr war die Leistungsspange, deren Abnahme in Derendingen stattfand. Adolf Weisschuh berichtete über die Tätigkeiten der neun Mann starken Altersabteilung. Die einwandfreie Buchführung des Kassiers Jürgen Mohl wurde zuvor seitens der Kassenprüfer bestätigt.

Anschließend wurden Beförderungen ausgesprochen: zum Feuerwehrmannanwärter Lukas Anders, Patrick Pfister, Florian Rieker, Moritz Zimmermann; zum Feuerwehrmann: Philipp Heusel; zum Hauptfeuerwehrmann: Alexander Henne, Patrick Heusel, Jens Rieker; zum Hauptlöschmeister: Christian Haag, Jens Ruoff.

Michael Rupprecht wurde für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt. Die Ehrennadel in Gold ging an Patrick Sigloch, die Ehrennadel in Silber an Daniel Fausel und Patrick Haug sowie in Bronze an Stefan Binder und Alexander Lakay.

Die Feuerwehr Bodelshausen hat aktuell 44 Aktive, 20 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und neun Mitglieder in der Altersabteilung.

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