Seelenbilder im Café

Mit Aquarellen von Herbert Hurm findet bereits die zweite Kunstausstellung im "Café im Klösterle" statt. Passend zur bevorstehenden Adventszeit sind im Gastraum hauptsächlich Engelbilder zu sehen.

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Seine "Engelbilder" und andere Arbeiten stellt Herbert Hurm im "Café im Klösterle" von Sabine Haitz in Hirrlingen aus.

Seit dem Sommer diesen Jahres betreibt Sabine Haitz das Cafe in der Ortsmitte. Das Wohl der Gäste steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit. "Der Gast ist hier König", umschreibt die Gastronomin ihr Anliegen. Vor allem auch die Atmosphäre soll zum Verweilen einladen. So bot sich an, Künstlern aus der Region die Möglichkeit zu geben, ihre Werke in den historischen Räumen zu präsentieren.

Herbert Hurm aus Weildorf ist in der Region kein Unbekannter mehr. Zwar begann er erst relativ spät mit dem Malen, hat aber seither in einer stattlichen Reihe von Gemeinschafts- und Einzelausstellungen der Öffentlichkeit seine Werke vorstellen können. Der pensionierte Realschullehrer, der unter anderem auch eine Ausbildung als Gestaltpädagoge absolvierte, begann 1996 mit einem Crash-Kurs im Klosterhotel in Cortona (Umbrien) bei einer Kunstprofessorin aus Frankfurt seine Malerlaufbahn. Bereits ein Jahr später errang sein Bild "Cortona" auf einer trinationalen Ausstellung in Saarbrücken unter zirka 1500 Gemälden den ersten Rang. Im gleichen Jahr gab es dann die erste große Ausstellung im Kursaal in Bad Imnau, viele weitere folgten, etwas, was Hurm sich vorher nach eigenen Worten "nie hätte vorstellen können". In der Schule hatte man ihm die Begabung zum Malen abgesprochen: "Einmal gabs sogar im Fach Bildende Kunst eine satte Fünf im Zeugnis", erzählt er.

Landschaften, vor allem auch charakteristische Bäume, haben es dem ehrenamtlichen Naturschutzwart angetan und als begeisterter Hobbyeisenbahner malt er auch die schon mehrfach in Museen ausgestellten Eisenbahnaquarelle mit Motiven aus der Zeit, als allenthalben noch die Dampfloks rauchten.

Zum Thema Engel ist Hurm durch verschiedene eigene Erfahrungen gekommen. Er stellt die "Boten Gottes", von deren segensreichem Wirken der Künstler zutiefst überzeugt ist, auf verschiedene Weise dar: bunt, meist verspielt, fast versteckt in den Farben, aber ihre Energie scheint auf den Betrachter abzufärben, stimmt ihn unmerklich gelassener, froher. Als "Seelenbilder" haben sie manche Betrachter schon bezeichnet. "Gerade in der heutigen Zeit mit ihren oft furchtbaren Nachrichten brauchen die Menschen einen Gegenpol: den Dialog mit der Freude und Liebe. Dazu können farbenfrohe wesentlich Bilder beitragen", so Hurms Fazit.

Info Zu sehen sind die Bilder bis Weihnachten zu den Öffnungszeiten, also täglich außer samstags von 12 bis 22 Uhr. Im neuen Jahr rücken eventuell noch für kurze Zeit die "Dampfloks" nach.

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