Schwellungen nach Operationen

Die Auftaktveranstaltung des Ende 2015 gegründeten Vereines Lymphnetz Neckaralb findet am kommenden Samstag, 23. April, von 10 bis 13.30 Uhr in der Universitäts-Hautklinik in Tübingen statt.

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In Deutschland leiden rund 80 000 Menschen an einem Lymphödem. Bei dieser Erkrankung sammelt sich eiweißhaltige Flüssigkeit im Zwischenzellgewebe, wodurch es - wird diese nicht optimal über die Lymphbahnen abtransportiert - zu Schwellungen an Armen und Beinen, seltener im Brust- und Rumpfbereich kommt.

Diese Schwellungen beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen und können sie auch in ihrer Beweglichkeit stark einschränken. Ein Lymphödem kann von Geburt an auftreten, es kann aber auch in Folge von Operationen, Bestrahlungstherapie oder einer Unfallverletzung entstehen. Behandelt wird es durch manuelle Lymphdrainage, lymphologische Kompressionsverbände, Kompressionsstrümpfe und Bewegung in der Kompression. Auch die Hautpflege spielt eine große Rolle.

Der Verein Lymphnetz Neckaralb lädt am kommenden Samstag, 23. April, ab 10 Uhr zur Auftaktveranstaltung interessierte Ärzte, Physiotherapeuten und Betroffene sowie Vertreter der Medien in den Hörsaal der Universitäts-Hautklinik in der Liebermeisterstraße 25 in Tübingen ein.

Auf dem Programm stehen Fachvorträge von Dr. med. Kathrin Jung, Földiklinik - Fachklinik für Lymphologie - und von Oliver Gültig, Fachlehrer für zertifizierte Komplexe physikalische Entstauungstherapie, sowie Geschäftsführer von Lymphologic GmbH/Aschaffenburg.

Der Verein stellt seine Ziele und die künftige Arbeit vor. Geplant ist auch eine Industrieausstellung und der fachliche Austausch.

Der Ende 2015 gegründete Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Betroffene über das Krankheitsbild und die Behandlung in Patientenveranstaltungen zu informieren. Mit Fortbildungsmaßnahmen für Fachkreise (Ärzte, Physiotherapeuten, Masseure, Sanitätshäuser, Kliniken) sollen die aktuellen medizinischen Standards vermittelt werden, die für den Behandlungserfolg wichtig sind.

Durch eine intensive und interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Kliniken, Ärzten, Therapeuten und Sanitätshäusern und durch einheitliche Mess- und Dokumentationsverfahren auf Basis anerkannter Expertenstandards soll eine bessere Versorgung der Patienten erreicht werden.

Den Vorstand des Vereins bilden Prof. Dr. Anke Strölin (Vorsitzende), Dr. Jochen Schwarz, Elvira Ratzel-van IJsselmuiden (1. Stellvertretende Vorsitzende), Henning Inselmann, Veronika Schulz (Schriftführerin) und Roland Schmid (2. Stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister).

Info Mehr Informationen bekommen Interessierte bei Lymphnetz Neckaralb e.V., Handwerkerpark 25, 72070 Tübingen oder E-Mail an info@lymphnetz-neckaralb.de.

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