Schützenhaus wieder gut in Schuss

Das Schützenhaus Rangendingen ist wieder in Schuss. Der Brandschaden ist behoben. Darüber freut sich Oberschützenmeister Jörg Länge.

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Für den Vereinsvorsitzenden war es eine tolle Sache, die Hauptversammlung wieder in gewohnter Umgebung, nämlich in der Schützenhausgaststätte abhalten zu können.

Dennoch sind die Erinnerungen an den Brandanschlag im Februar 2014 noch taufrisch: Ein inzwischen verurteilter Brandstifter hatte am 15. Februar im Rangendinger Schützenhaus einen Schaden von 65 000 Euro angerichtet. Drei Monate lang kam das Vereinsleben laut Jörg Länge "fast zum Erliegen". Alle Heimkämpfe habe man beim Wettkampfgegener austragen müssen. Dank der Kooperationsbereitschaft des Schützenvereins Grosselfingen habe die Rangendinger Schützenjugend ihr Schießtraining fortsetzten können.

"Positiver Nebeneffekt war, dass wir in dieser Zeit das ohnehin schon gute Verhältnis der umliegenden Schützenvereine noch besser vertiefen konnten", sagte Jörg Länge, Oberschützenmeister von derzeit 202 Mitgliedern.

Die Schadensabwicklung durch die Gebäudebrandversicherung verlief laut Länge reibungslos. "Hier waren wir in guten Händen." Bei der Hausratversicherung, die bei einer anderen Versicherungsgesellschaft bestand, habe es hingegen "große Probleme" gegeben. Zeitgleich mit der Überweisung einer Pauschale erhielt der Schützenverein sogar die Kündigung des Hausratsversicherungsschutzes. Jetzt hofft Länge bei der Suche nach einer geeigneten Versicherung auf die Unterstützung der Gemeindeverwaltung.

Dass ein Ereignis wie der Brandanschlag auch zusammenschweißt, hätten die Mitglieder und die Jungschützen sowie deren Eltern bewiesen, stellte Länge fest. Sämtliches Inventar sei von ihnen aufwändig gereinigt worden. Eine Spezialfirma sei für den Wiederaufbau verantwortlich gewesen. Wichtige Geldeinnahmen für den Verein seien die Vatertagshockete, die Altpapiersammlung, das Verteilen der Gelben Säcke und das Einsammeln der Weihnachtsbäume gewesen.

Positiv fiel auch der Bericht des Schatzmeisters Bernd Pflumm, stellvertretend vorgetragen von Michael Haug, aus: Die beiden Darlehen für die Modernisierung der Schießhalle wurden im vergangenen Jahr restlos getilgt. Der Verein ist nun schuldenfrei. Investiert wird künftig in die Anschaffung von Luftgewehren, in den KK-Schießstand und in den Hochwasserschutz.

Ebenso lobte Gemeinderätin Magdalena Dieringer in ihrem Grußwort den Zusammenhalt der Mitglieder während der schwierigen Zeit, und stellte fest, dass sich das schießsportliche Angebot an alle Altersstufen richte.

Für Schießleiterin Simone Bortoli war 2014 ein treffsicheres Jahr. Der ersten Kleinkaliber-Mannschaft glückte der Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Jugendleiter Dietmar Schmid berichtete, dass sich Anne Kohler, Sofia Dieringer, Kai Steinhilber und Madelaine Dieringer für die Teilnahme an den Landesmeisterschaften qualifizierten. Beste Rangendingerin wurde mit Platz vier Sofia Dieringer, die sich zusammen mit Anne Kohler (Platz 22) zeitgleich den Weg zu den Deutschen Meisterschaften nach München ebnete. Anne Kohler erreichte mit 581 Ringen ihre neue persönliche Bestleistung: Platz 23 von 67 Starterinnen. Sofia Dieringer zählt mit dem 146. Rang immer noch mit zu den besten Jungschützinnen Deutschlands.

Gabriele Dehner vom Ordnungsamt Hechingen referierte im Anschluss an die Hauptversammlung noch über die Bereinigung und Aktualisierung der Waffendatenbestände, die in ein nationales Waffenregister übernommen werden sollen.

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