Rangendinger Wald trotzt dem Stress

|
Der Rangendinger Gemeindewald bringt Geld in die Kasse.  Foto: 

Nach einem sehr trockenen Winter und einem ebenso trockenen Frühjahr sei der Wald im ersten Halbjahr 2017 einem „hohen Stressfaktor“ ausgesetzt gewesen, informierte Forstdirektor Hermann Schmidt am Montagabend den Rangendinger Gemeinderat. Es habe gar eine „richtige Käferkatastrophe“ gedroht – doch mit dem Sommer kam der Regen. Ein Glück für den Wald.

Überhaupt: Im Moment stehe der Rangendinger Gemeindewald gut da. Auch dank des Umstands, dass junge Bäume wie junge Menschen seien: widerstandsfähiger. Das sei wichtig, denn mit Blick auf den Klimawandel gab sich Forstdirektor Schmidt überzeugt: „Wir müssen mit Wetterextremen rechnen – eigentlich jedes Jahr.“

Umso mehr freute sich der Mann vom Forst, dass sich die Rangendinger Räte in der Formulierung ihrer Wünsche für den Gemeindewald einig sind, sie seinen Erhalt an Nummer eins wissen möchten. Großen Wert legen sie außerdem auf ein gesundes Waldökosystem sowie auf den Erhalt und Schutz der Artenvielfalt. Des Weiteren wollen die Gemeinderäte den Erhalt und eine angemessene Verbesserung der Schutzfunktion bei der Waldbewirtschaftung gewährleistet wissen. Und auch die Sozialfunktion (Beschäftigung und Fortbildung von Waldarbeitern; Angebot von Ausbildungsplätzen für den Beruf des Forstwirts) des Waldes ist dem Gremium wichtig. Weniger Wert wird auf seine Produktions- und Haushaltsfunktion gelegt. Will heißen: Natürlich freut man sich in der Starzelgemeinde, wenn der Wald Gewinne abwirft, doch muss das nicht um jeden Preis sein. Kein Wunder, dass Hermann Schmidt in Rangendingen frei bekannte: „Es macht mir Freude, mit so einem Gremium zu arbeiten.“ Johann Widmaier stellte als Bürgermeister fest, dass es ihm „natürlich weh tut“, wenn der Wirtschaftlichkeit des Waldes von Seiten des Gemeinderats eher wenig Bedeutung beigemessen werde, allerdings könne er damit „sehr gut leben“, zumal der Wald ja ordentliche Überschüsse abwerfe. Ein weiteres Statement gab der Rathauschef in Richtung Hechingen ab, das sein eigenes Forstamt haben möchte: „Bürgernähe haben wir in Rangendingen auch ohne eigenes Forstamt. Wir haben einen Förster vor Ort.“ Sein Dank richtete sich in diesem Zusammenhang an Revierförster Hubert Münch.

Überschuss Ganz vorsichtig, mit nur 5000 Euro, war der Überschuss zum Ende des Waldwirtschaftsjahres 2017 kalkuliert worden. Tatsächlich steht, der guten Holzerlöse wegen, unterm Strich ein Plus von 75 000 Euro. Vor diesem Hintergrund wird für das nächste Waldwirtschaftsjahr optimistischer gerechnet, nämlich mit einem Überschuss von 44 000 Euro.

Einschlag Der Nutzungsplan fürs Wirtschaftsjahr 2018 sieht den Einschlag von 2900 Erntefestmetern vor – wie schon in den Jahren 2016 und 2017, in denen man am Ende jeweils ein wenig über der Planung lag.

Kulturplan Nachdem sich die Pflanzungen zur Kultivierung des Forstes in diesem Jahr bei 1800 bewegten, sieht die Planung für das kommende Jahr 1400 Neupflanzungen vor.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Wohnhaus in Dotternhausen brennt: Familie unverletzt

In Dotternhausen hat in der Nacht zum Samstag ein Wohnhaus gebrannt. Die Bewohner – eine vierköpfige Familie – konnten sich unverletzt retten. weiter lesen