Rätinnen sind Mangelware

Die Kommunalwahlen werden viele Wechsel im Rangendinger Gemeinderat mit sich bringen, denn etwa die Hälfte der 19 Mitglieder will nicht mehr kandidieren. Auch die zwei einzigen Frauen im Gremium nicht.

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  • Magdalena Dieringer von den Freien Wählern hat, neben August Wannenmacher von den "Rangendinger Bürgern", die längste Gemeinderatserfahrung. Wannenmacher will definitiv nicht mehr kandidieren. Dieringer schwankt noch. 1/4
    Magdalena Dieringer von den Freien Wählern hat, neben August Wannenmacher von den "Rangendinger Bürgern", die längste Gemeinderatserfahrung. Wannenmacher will definitiv nicht mehr kandidieren. Dieringer schwankt noch.
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    Roland Gnant wird wieder für die "Rangendinger Bürger" kandidieren.
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    RB-Gemeinderat und Bietenhausens Ortsvorsteher Gerhard Jauß verlässt die politische Bühne.
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Wie in den meisten Gemeinderäten sind auch in Rangendingen die Frauen unterrepräsentiert. Nur zwei der 19 Ratssitze sind mit einer Frau besetzt: Magdalena Dieringer und Carmen Neunhoeffer, beide aus der Fraktion der Freien Wähler. Beide wollen bei den Kommunalwahlen am 25. Mai nicht mehr antreten.

Während sich Carmen Neunhoeffer, Ratsmitglied seit 2009, bereits entschieden hat, wankt Magdalena Dieringer noch. "Ich tendiere zum Aufhören", sagt sie, aber es sei ihr zugleich sehr wichtig, dass die Freien Wähler mit einer guten und vollständigen Kandidatenliste zu den Wahlen antreten können.

Am Montag haben sich die Freien Wähler, die derzeit sieben Sitze im Rat haben, beraten. Stand der Dinge ist, dass man ab 25. Mai auf Carmen Neunhoeffer, Alexander Parisi (Ratsmitglied seit 2004) und Udo Klaffschenkel (Bietenhausen, Ratsmitglied seit 2009) wird verzichten müssen. Nur Erwin Dieringer (seit 2004) und Bernd Pflumm (2011 nachgerückt für Manfred Haug) kandidieren erneut. Über ein weiteres kommunalpolitisches Engagement von Bernd Binder, FW-Gemeinderat seit 1994 und Ortsvorsteher von Höfendorf seit 2007, erlaubt dessen kritischer Gesundheitszustand derzeit keine Aussagen.

Mit Magdalena Dieringer, 2. Bürgermeister-Stellvertreterin, würde eines der erfahrensten Gemeinderatsmitglieder in Rangendingen die politische Bühne verlassen. Die 58-jährige Diplom-Sozialarbeiterin gehört dem Gremium seit 1984 an. Seit 1999 ist sie zudem Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Kreistags. Bei der letzten Gemeinderatswahl 2009 war sie die Stimmenkönigin.

Stimmenkönig war vor vier Jahren Roland Gnant von den "Rangendinger Bürgern" (RB). Der seit 1994 amtierende Gemeinderat und Bürgermeister-Stellvertreter (seit 2003) wird am 25. Mai wieder zur Wahl stehen. Aber auch in seiner Fraktion, die derzeit zehn Ratssitze hält, werden die Kommunalwahlen einige Wechsel bringen.

Wie bereits berichtet, hat August Wannenmacher nach 30-jährigem kommunalpolitischem Engagement eine erneute Kandidatur abgelehnt. Jetzt hofft Gnant, dass sein Fraktionskollege Adolf Beiter wieder kandidieren wird, denn auch der 62-jährige Bankkaufmann denkt nach 25 Jahren Gemeinderatsarbeit ans Aufhören.

Gerhard Jauß, Jahrgang seit 1999 RB-Gemeinderat und seit 2004 Ortsvorsteher in Bietenhausen, hat schon vor Weihnachten erklärt, das er mit seinem anstehenden Eintritt in den Ruhestand auch seine kommunalpolitischen Ämter niederlegen will. Ebenfalls nicht mehr kandidieren wird Walter Müller, RB-Gemeinderat seit 2004 und Mitglied des Ortschaftsrates Höfendorf.

Es sei schwierig, Kandidaten für die ehrenamtliche kommunalpolitische Arbeit zu finden, stellt Roland Gnant fest. Umso mehr freut es ihn, dass die amtierenden RB-Gemeinderäte Rudolf Strobel, Christian Dehner, Reinhold Dieringer, Erik Wendt und Arnold Albus erklärt haben, dass sie am 25. Mai wieder zur Wahl stehen werden.

Die dritte Fraktion im Rangendinger Gemeinderat bildet der Kommunale Arbeitskreis Rangendingen (KAR), der zwei Sitze hält: Wilfried Schuster ist seit 1999 und Hans-Paul Möller seit 2009 Ratsmitglied. Für den Höfendorfer Hans-Paul Möller steht fest, dass er keine weitere Amtsperiode mehr anstrebt. Der 62-jährige Bezirksschornsteinfeger Wilfried Schuster werde wahrscheinlich auch passen, vermutet Joachim Pabsch. Bei ihm laufen nach wie vor die Fäden des Kommunalen Arbeitskreises zusammen. Er sieht den KAR auf der Kippe stehen. Im Februar werde man abklopfen, ob sich für die anstehende Kommunalwahlen genügend Kandidaten finden. Wenn das der Fall ist, würde sich auch Pabsch zu einer Kandidatur bewegen lassen. Wenn nein, hat der nächste Rangendinger Gemeinderat nur noch zwei Fraktionen.

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