Räte schauen genau hin

Haushalt mit Schulden: Die Gemeinderäte Bodelshausens hakten bei der Einbringung an einigen Stellen genau nach, was mit dem Geld passiert.

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Vorgelegt und ausführlich besprochen wurde der Haushalt der Gemeinde Bodelshausen schon am 20. Januar. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der gesamte Haushaltsplan samt Gemeindewerken noch einmal durchgearbeitet und schließlich verabschiedet. Doch die Gemeinderäte wollten es genau wissen und hakten auch bei kleinen Beträgen nach - schließlich werden dieses Jahr zum ersten Mal seit Jahren Kredite aufgenommen.

Kämmerer Horst Köhnlein betonte zu Beginn, dass es sich um ein Planwerk aus der zweiten Jahreshälfte 2014 handle, das "nach bestem Wissen und Kräften" erstellt worden sei. Für den Fall, dass es an einigen Stellen Unsicherheiten gäbe, verwies er auf die Möglichkeit der Gemeinderäte, einen Sperrvermerk zu beantragen.

Der Haushalt umfasst insgesamt 19,2 Millionen Euro, der Investitionshaushalt wird mit knapp zwei Millionen Euro Kredit aufgepolstert. An Investitionen sind geplant: In Breitbandinternet (825 000 Euro dieses Jahr), Hochwasserschutz (572 000 Euro), die neue Kindertageseinrichtung im Gebiet Oberwiesen (500 000 Euro für 2015), die Planung für das Feuerwehrgerätehaus (150 000 Euro) und die Ortskernsanierung (45 000 Euro).

Insgesamt zwei Stunden lang ließen sich die Räte auch kleine Posten erklären. Den von Horst Köhnlein erläuterten Sperrvermerk beantragten sie jedoch nur bei einem kleineren Posten: Die Gemeinde hatte 3500 Euro für Technik beantragt, die Dolmetscher brauchen, um zukünftig bei Veranstaltungen mit ihrer Partnergemeinde Soltvadkert (Ungarn) ausgerüstet zu sein. Die Kosten sollten zwischen beiden Gemeinden geteilt werden. Das ging den Räten zu weit - zumal es auch die Möglichkeit gibt, die Ausstattung zu mieten. Werner Rieker (Freie Wähler Vereinigung) rief deshalb nach dem Sperrvermerk. An anderer Stelle ließen sich die Gemeinderäte überzeugen: Beispielsweise plant die Gemeinde eine Teilzeitstelle für einen Archivar in Teilzeit, der das Gemeindearchiv digitalisieren soll.

Die kommunale Finanzplanung bis 2018 machte "Bauchweh": Zumindest äußerte Gemeinderätin Margarete Mende (FWV) dieses, als sich beim Blick in die Zukunft einen 14 Millionen Euro großen Schuldenberg der abzeichnete. Bürgermeister Uwe Ganzenmüller und Kämmerer beruhigten: Alles, was hier vorausgesehen wird, wird noch abgestimmt. Und Fraktionskollege Werner Rieker betonte, dass der Gemeinderat "den Bremshebel in der Hand" habe.

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