Poetisch in den Frühling

Gemütlichkeit und gute Unterhaltung prägten die Zusammenkunft der Weilheimer Senioren im April. Gudrun Kanz hatte Gedichte zum Frühling parat.

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Die Senioren verbrachten die Zeit mit Schwätzen und Singen und schönen, selbst gereimten Gedichten von der Leiterin Gudrun Kanz. Außerdem genossen die Teilnehmer Kaffee und Kuchen. Leider blieben wieder einige Plätze frei, was wohl dem launischen Aprilwetter zuzuschreiben war.

Gudrun Kanz brachte die Gäste mit dem Gedicht "Der Mai" auf bessere Wettergedanken, denn sie hatte viele schöne Maierlebnisse in das Gedicht über "die schönste Zeit des Jahres" eingebaut. Von diesem Moment an schien sogar die Sonne in den ehemaligen Schulsaal - welch ein Zufall, nachdem es am Morgen noch geregnet hatte.

Mit dem Gedicht "Wie es früher war" befasste sich Gudrun Kanz mit der Kinder-, Schul- und Jugendzeit, die ganz anders war als heutzutage, aber bei den Senioren noch in guter Erinnerung ist. Es folgte das Gedicht "Im Alter", mit dem die Gegenwart der Senioren beschrieben ist, die nicht immer leicht zu bewältigen ist, wenn die Gesundheit nicht mehr stimmt. Gudrun Kanz thematisierte auch "Die Zeit" und schloss mit dem Satz "Zeit kann man nicht verschenken".

Ex-Ortsvorsteher Johann Stauß, kürzlich 80 Jahre alt geworden, und seine Ehefrau Irmgard erfreuten überraschend mit dem Heimatlied der Südtiroler Gemeinde Reschen mit dem Titel "Blauer See am Reschenpass" selbst gedichtet und in Töne gesetzt. Premiere hatte es beim ersten Besuch einer Delegation aus Reschen in Weilheim am 28. November 1987 in der Festhalle. Zuvor schilderte Johann Stauß die Geschichte vom Entstehen des Reschensees 1948/49, als ein Teil der Gemeinde im gefluteten See unterging. Er besang im Liedtext den alten Kirchturm in der Seemitte still und allein ohne Glockenklang, wie ihn viele Touristen sehen können, so auch die Weilheimer bei ihrem ersten Besuch am 12. und 13. September 1987 unter der Organisation des damaligen Ortsvorstehers Erich Beck. Zum Schluss wurden noch andere Lieder gesungen, wie "Der alte Schäfer" und das Hohenzollernlied.

Nach einen überraschend angebotenen kleinen Vesper freut man sich schon auf den Mai-Ausflug nach Haigerloch und Umgebung.

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