Pfeifen auf dem letzten Loch

Dr. Bernd Stekeler referierte unter dem Titel Pfeifen aus dem letzten Loch auf Einladung der Volkshochschule Hechingen und des Ärztenetzes Zollernalb über die zwei Lungenkrankheiten Asthma und COPD.

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Bernd Stekeler referierte über Lungenerkrankungen

Im Hohenzollernsaal der Sparkasse Zollernalb sprach der Hechinger Arzt Bernd Stekeler auf Wunsch der Volkshochschule Hechingen und in Zusammenarbeit mit dem Ärztenetz Zollernalb sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg über das breite Feld der Lungenerkrankungen.

Die Differenzierung zwischen Asthma und COPD sei nicht immer einfach. Bei der COPD handele es sich um eine dauerhafte Verengung der Atemwege, die schließlich zur Lungenüberblähung und zum verminderten Gasaustausch führe. Die Lungenbläschen würden dabei zerstört. Und: Einmal verlorenes Lungengewebe könne nicht mehr zurück gewonnen werden; die Lunge vergesse nichts. Die wesentliche Ursache einer COPD sei das Rauchen. Rechtzeitiger Nikotinverzicht könne allerdings Lungengewebe erhalten. Die Behandlung sollte das Fortschreiten der Erkrankung verhindern, die Belastbarkeit verbessern und Komplikationen vorbeugen.

Das Flimmerepithel diene zur "Müllabfuhr", also zur Reinigung der Lunge. Eine Zigarette hemme das Flimmerepithel für acht Stunden. Mit drei Zigaretten über den Tag verteilt, könne die "Müllabfuhr" also über 24 Stunden lang lahm gelegt werden.

Asthma Bronchiale sei überwiegend eine allergische Erkrankung mit chronischer Entzündung der Bronchialschleimhaut. Zwei Säulen der Therapie stünden im Vordergrund. Einerseits die Symptombekämpfung durch Bronchialerweiterung, andererseits die Ursachenbekämpfung, also die Entzündungshemmung. Keine Angst vor inhalativem Kortison, so der Referent: Kortison sei bei Inhalation praktisch ohne Nebenwirkungen.

Die Verengung der Atemwege bei COPD sei allenfalls teilweise rückbildungsfähig, bei Asthma Bronchiale könne sich die Verengung der Atemwege unter Therapie vollständig zurückbilden. Die Unterscheidung zwischen Asthma und COPD sei aus therapeutischen Gründen wichtig. Bei Asthma stehe die Intervalltherapie im Vordergrund, Basis seien die inhalativen Kortikoide.

Die COPD bedürfe dagegen einer Dauertherapie mit Bronchodilatatoren, also bronchialerweiternden Medikamenten. Wichtig seien bei beiden Erkrankungen die richtige Anwendung der Inhalationsgeräte und die Therapietreue. Die Wahl des Gerätes entscheide über den Erfolg. Dr. Stekeler stellte verschiedene Gerätetypen vor, die am Vortragsende auch getestet werden konnten.

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